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| "Apps für Deutschland" - aus Behördendaten werden Mini-Anwendungen |
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| 05.12.2011 |
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| Beschäftigte der öffentlichen Verwaltung, Designer, Entwickler, Journalisten und die breite Öffentlichkeit sind gefordert, denn der Staat braucht sie als Ideengeber. Behördendaten sollen nicht einfach für sich still und leise existieren, sondern sie sollen nutzbar gemacht werden. Für alle. Als App. |
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"Apps für Deutschland" sucht kreative Köpfe und Behörden, durch deren Beitrag öffentliche Daten
per App abrufbar gemacht werden sollen |
Auf der Messe Moderner Staat gab’s den Aufruf von Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich. Damit geht das Ideensammeln für "Apps für Deutschland" los. Grundsätzlich neu ist die Idee nicht. Andere Länder sind schon längst einen Schritt weiter. Die kenianische Regierung präsentiert schon eine handliche Übersicht über die Wasserversorgung und Hygiene in verschiedenen Distrikten oder die Alters- und Geschlechterverteilung im Land. Städte wie Linz, Berlin oder Leipzig machen die Zusammensetzung der Bevölkerung ebenso öffentlich wie das Branchenverzeichnis, Schadstoffwerte oder Messungen über Radioaktivität.
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Nun hofft man auf weitere Anregungen. Gesucht werden innovative Applikationen (Apps), die auf Datensätzen der öffentlichen Verwaltung beruhen. Damit soll das enorme Potenzial genutzt werden, das in öffentlichen Daten steckt. Gefördert werden sollen dadurch Transparenz, Beteiligung, Innovationen und neue Dienstleistungen. Bei seiner Ansprache auf der Messe steckte der Innenminister den Rahmen ab: "Soweit nicht rechtliche Gründe entgegenstehen, wollen wir diese Daten in leicht zugänglicher und standardisierter Form öffentlich bereitstellen, damit neue Angebote und Dienste, Arbeitsplätze und Einkommen entstehen können. Der Apps-Wettbewerb soll beispielhaft zeigen, welche Innovationen auf Basis öffentlicher Daten möglich sind."
Programmieren muss keiner selbst - eine gute Idee reicht aus, um sich am Wettbewerb zu beteiligen. Programmierer sind hingegen mit ihrem KnowHow gefragt und werden gebeten, gleich funktionsfähige Anwendungen zu schicken. Auch Behörden sind aufgefordert, ihren Datenbestand zu überprüfen und zu überlegen, ob nicht vielleicht Daten dabei sind, die man in neuer Form der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen könnte. Das Statistische Bundesamt und das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie haben bereits angekündigt, Daten für den Wettbewerb bereitzustellen. Auch das Land Bremen sowie die Oberste Bundesbehörde für Verkehr, Bauwesen, Städtebau und Raumordnung sowie das Wohnungswesen wollen eine Reihe von Daten zur Verfügung stellen.
Bis zum 15. Dezember können Daten und Ideen eingereicht werden. Menschen, die selbst programmieren, haben zwei Monate länger Zeit. Auf www.apps4deutschland.de finden sich alle relevanten Informationen. Per E-Mail-Adresse info@appsfuerdeutschland.de kann der Kontakt zum Organisationsteam hergestellt werden. Wo Wettbewerbe stattfinden, gibt es natürlich auch Preise: Die zu diesem Wettbewerb liegen zwischen 500 und 4.000 Euro.
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