Wie sieht der öffentliche Dienst der Zukunft aus? Darüber hat die dbb jugend mit dem Team des digitalpolitischen Sprechers der SPD, MdB Johannes Schätzl, gesprochen.
Bei dem Gespräch mit den Kolleg*innen von MdB Johannes Schätzl, Ronja Niedenführ und Clemens Brandt, stand das Konzept des modernen Berufsbeamtentums im Vordergrund. Dabei ging es insbesondere um die Frage, wie der öffentliche Dienst zukunftsfähig aufgestellt und als attraktiver Arbeitgeber weiterentwickelt werden kann.
„Neue Technologien im öffentlichen Dienst können nur dann erfolgreich eingesetzt werden können, wenn die Beschäftigten Wertschätzung und Anerkennung erfahren und aktiv in Veränderungsprozesse einbezogen werden“, betonte Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der dbb bundesjungendvertretung am 3. September 2026. Motivation und Beteiligung der Mitarbeiter*innen seien entscheidend dafür, dass Digitalisierung und neue Technologien ihr Potenzial tatsächlich entfalten können.
Mit Blick auf die angespannte Personalsituation wies Fandrejewski darauf hin, dass im öffentlichen Dienst aktuell rund 631.000 Beschäftigte fehlen: „Gerade vor diesem Hintergrund können Digitalisierung und KI eine wichtige Unterstützung darstellen, um Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten und Beschäftigte von unnötigen Routineaufgaben zu entlasten.“
Zu den Ergebnissen dbb-Bürgerbefragung 2026
Dabei müsse jedoch stets ein Grundsatz im Mittelpunkt stehen: „Der Mensch bleibt der zentrale Maßstab“, stellte Fandrejewski klar. „KI und Digitalisierung sollen die Beschäftigten unterstützen und nicht den Menschen aus dem öffentlichen Dienst verdrängen. Technologischer Fortschritt müsse deshalb mit guten Arbeitsbedingungen, Wertschätzung und einer konsequenten Orientierung am Menschen verbunden werden.“
Das Gespräch machte deutlich, dass die Modernisierung des öffentlichen Dienstes nur gemeinsam gelingen kann – mit den Beschäftigten, mit moderner Technologie und mit einem klaren Blick auf die Bedürfnisse der Menschen.
Hintergrund:
Ronja Niedenführ ist Büroleiterin in Berlin und unter anderem für den Ausschuss für Inneres zuständig. Clemens Brandt ist für den Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung zuständig.