Treffen mit Nyke Slawik (Grüne) Fandrejewski: Öffentlicher Dienst muss gesellschaftliche Vielfalt abbilden

Diversität und Chancengleichheit sind nicht überall selbstverständlich, so der Chef der dbb jugend. Besonders eine Entscheidung bereitet Sorge.

„Allen muss klar sein, dass Diversity-Management kein freiwilliges Zusatzangebot ist, sondern eine zentrale Voraussetzung für einen modernen und zukunftsfähigen öffentlichen Dienst“, sagte Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der dbb jugend, am 2. November 2026 bei einem Treffen mit der Bundestagsabgeordneten Nyke Slawik (Grüne) in Berlin. „Wir müssen die Vielfalt der Gesellschaft auch in Behörden und Dienststellen sichtbar machen. Unterschiedliche Perspektiven, Lebenswege und Erfahrungen bereichern die Verwaltung, stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt und machen den öffentlichen Dienst als Arbeitgeber attraktiv. Entscheidend ist, dass Vielfalt nicht nur anerkannt, sondern im Arbeitsalltag aktiv gelebt wird.“

Kritik an Förderstopp

In Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung, die oft auf dem Rücken von Minderheiten ausgetragen wird, braucht es vor allem für queere Menschen verlässliche Strukturen, die einen Anker bilden, machte der Chef der dbb jugend deutlich. Es sei nicht hinnehmbar, dass dem Jugendnetzwerk Lambda zum Jahresende die Förderung gekündigt wurde und damit keine Mittel mehr aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes zur Verfügung stehen. Fandrejewski: „Gerade junge queere Menschen brauchen sichere Anlaufstellen, Beratung, Austausch und Möglichkeiten zur Selbstorganisation. Die Arbeit von Lambda leistet hierfür einen wichtigen Beitrag. Wer es mit der gesellschaftlichen Vielfalt ernst meint, muss für eine nachhaltige Finanzierung sorgen!“

Projektförderungen können eine kontinuierliche institutionelle Förderung aus Sicht der dbb jugend nicht ohne Weiteres ersetzen. Fandrejewski betonte, dass eine vielfältige und demokratische Gesellschaft auf starke Jugendverbände und verlässliche Strukturen angewiesen ist. 

 

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