Tag des öffentlichen Dienstes Mehr Wertschätzung für alle, die den Staat am Laufen halten

Ohne den öffentlichen Dienst geht es nicht, betont die dbb jugend. Denn ohne ihn würde die Gesellschaft nicht funktionieren.

„Leider wird der öffentliche Dienst zu oft nur als Kostenfaktor gesehen“, sagte Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der dbb jugend, am 23. Juni 2026, dem Tag des öffentlichen Dienstes, in Berlin. „Doch klar ist, dass auch die Wirtschaft, aus der oft kritische Stimmen kommen, ohne den öffentlichen Dienst nicht funktionieren würde. Schulen und Universitäten bilden die Fachkräfte der Zukunft aus. Straßenmeistereien warten und pflegen unsere Infrastruktur. Und ohne eine verlässliche Justiz gäbe es keine Rechtssicherheit. Ein moderner und agiler öffentlicher Dienst ist eine Voraussetzung für eine starke Wirtschaft.“

Weiterhin verwies Fandrejewski auf die Rolle des Berufsbeamtentums als Stabilitätsanker: „Beamtinnen und Beamte sorgen dafür, dass systemrelevante Aufgaben jederzeit zuverlässig und im Sinne der Allgemeinheit erledigt werden“, erklärte er. „Dabei sind sie nur dem Grundgesetz und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verpflichtet. Wie wichtig das ist, zeigt vor allem der Blick auf die kommenden Landtagswahlen, bei denen politische Kräfte Erfolge erzielen könnten, die der Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem einstuft.“

Mehr Personal, raus aus der Vertrauenskrise

Daria Abramov, Erste stellvertretende Vorsitzende der dbb jugend, machte auf die schwierige Personallage im öffentlichen Dienst aufmerksam: „Es fehlen 600.000 Beschäftigte, um allen Aufgaben gerecht zu werden“, sagte sie. „Und angesichts der Vertrauenskrise des Staates müssen wir dafür sorgen, dass er seinen Aufgaben gerecht wird. Die Menschen wollen einen digitalen und agilen Service in den Ämtern. Sie wollen, dass der öffentliche Nahverkehr funktioniert. Und sie wünschen sich eine nahbare Gesundheitsversorgung. Das alles steht und fällt mit der Personalfrage.“

Abramov nutzte den Tag des öffentlichen Dienstes auch, um Berufsgruppen in den Fokus zu rücken, welche die Öffentlichkeit weniger wahrnimmt: „Zum Beispiel sorgt die Lebensmittelkontrolle dafür, dass die Speisen in der Gastronomie unbedenklich bleiben. Die Sozialarbeit leistet enorm wichtige Arbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und der Zoll verhindert, dass möglicherweise gefährliche Produkte in den Handel kommen und leistet so einen wichtigen Beitrag für den Verbraucherschutz. Der öffentliche Dienst ist vielfältiger, als viele denken. Alle Kolleginnen und Kollegen verdienen unsere Wertschätzung!“

 

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