• Zwei Männer in Anzügen stehen vor einer Holzwand und blicken in die Kamera
    Dr. Moritz Heuberger MdB (Bündnis 90/Die Grünen) mit Matthäus Fandrejewski

Gespräch mit Moritz Heuberger MdB Die Digitalisierung setzt sich nicht von allein um

Angriffe auf das Berufsbeamtentum, Staatsmodernisierung und die Suche nach Nachwuchs: Der öffentliche Dienst steht vor vielen Herausforderungen.

Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der dbb jugend, kritisierte beim Austausch mit Dr. Moritz Heuberger MdB (Bündnis 90/Die Grünen) am 6. Mai 2026, die zunehmenden Angriffe auf das Berufsbeamtentum: „Beamtinnen und Beamte sind sie der Verfassung verpflichtet und schützen damit die Demokratie. Es ist wichtig, dafür zu sensibilisieren, dass sie nicht die neuen Buhmänner werden. Stattdessen müssen ihre Beiträge für die Gesellschaft und die Daseinsvorsorge in der gesellschaftlichen Debatte mehr stattfinden.“

Die dbb jugend setze sich für einen modernen Staat ein, betonte Fandrejewski: „Wir sind für den Bürokratieabbau und die Digitalisierung. Beides ist für einen funktionierenden öffentlichen Dienst unerlässlich.“ Der dbb jugend-Chef gab aber zu bedenken, dass das Personal aber auch mitbedacht werden müsse. „Digitalisierung setzt sich nicht von allein um – so schön das sicher wäre. Nein, wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte, die diese Transformation voranbringen. Gleichzeitig müssen diese Veränderungen mit den Beschäftigten geschehen, nicht über ihre Köpfe hinweg. Denn die Beschäftigten sind diejenigen, die später mit den neuen Technologien arbeiten müssen.“

Bewerbung beim Staatsdienst vereinfachen

Wer in den öffentlichen Dienst wolle, dem dürfen keine bürokratischen Hürden in den Weg gelegt werden. „Wir fordern vereinfachte Bewerbungsverfahren bei der Arbeitgebermarke ‚Staatsdienst‘“, betonte Fandrejewski. Konkret brauche es eine zentrale Bewerbungsstelle und kürzere Zeiten bei Bewerbungen. „Das macht den öffentlichen Dienst als Arbeitgeber für junge Leute attraktiver.“

Gleichzeitig sei laut Fandrejewski eine Modernisierung des Dienstrechts nötig: „Es geht nicht mehr nur darum, Karrieren, die Personalverantwortung haben, zu fördern, sondern auch darum, den Fokus auf Fachkarrieren zu legen. Nicht jede bzw. jeder möchte Personal führen oder ist dazu geeignet“, erklärte er. Zusätzlich fordert die dbb jugend die Vereinfachung der Durchlässigkeit in den Laufbahnen. 

 

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