• Das Foto zeigt eine Europaflagge, die im Wind flattert.
    Die AG Europa der dbb jugend informiert monatlich über das politische Geschehen in Europa.

Die AG Europa informiert Aktuelles aus dem Herzen der EU #März 2026

Drohnenabwehr, KI-Gipfel in Indien, EU-Jugendkonferenz: Das sind aktuelle Themen, die die EU bewegen.

Aktionsplan zur Sicherheit im Bereich Drohnen und Drohnenabwehr

Die Europäische Kommission hat am 11. Februar einen Aktionsplan zur Bekämpfung der wachsenden Sicherheitsbedrohungen durch Drohnen vorgelegt. 

In den vergangenen Jahren sah sich die EU zunehmenden und vielfältigen Herausforderungen gegenüber, darunter feindliche Überflüge, Luftraumverstöße, Störungen von Flughäfen sowie Risiken für kritische Infrastruktur, Außengrenzen und den öffentlichen Raum. 

Der Aktionsplan verfolgt ein ehrgeiziges Konzept zur Stärkung von Zusammenarbeit und Solidarität innerhalb der EU und entspricht den Forderungen der Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments nach einem einheitlichen Vorgehen gegen böswillige Drohnen. Er konzentriert sich auf die zivile Dimension der inneren Sicherheit, ergänzt die Arbeit der Kommission im Verteidigungsbereich und fördert zivil-militärische Synergien. Zugleich unterstützt er die Entwicklung eines wettbewerbsfähigen europäischen Drohnenmarkts und nutzt Potenziale für Innovation, Wachstum und Beschäftigung. 

Durch koordinierte Maßnahmen soll der Plan nationale Strategien ergänzen und zentrale Prioritäten adressieren: Verbesserung der Abwehrbereitschaft, Stärkung der Aufdeckungskapazitäten, bessere Koordinierung von Reaktionen sowie eine erhöhte Verteidigungsbereitschaft der EU. Er baut auf der Mitteilung von 2023 zu Drohnenbedrohungen auf, ersetzt deren Halbzeitüberprüfung und steht im Einklang mit der EU-Drohnenstrategie 2.0 als übergeordnetem politischen Rahmen für ein sicheres und wettbewerbsfähiges Drohnenökosystem.

Die AG Europa begrüßt die koordinierte Vorgehensweise im Bereich der Drohnen und Drohnenabwehr sehr – auch im Bereich der Verteidigung müssen die Vorteile der europäischen Vernetzung genutzt werden.

KI-Gipfel in Indien – EU startet wichtige Initiativen 

Vom 18. bis 20. Februar nahm Henna Virkkunen - Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für Tech-Souveränität, Sicherheit und Demokratie - am AI Impact Summit 2026 in Neu-Delhi teil, um die Partnerschaft der EU mit Indien zu vertiefen und die globale KI-Governance mitzugestalten. 

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von KI für Wirtschaft und geopolitischen Einfluss setzt die EU auf einen Ansatz, der Innovation, Vertrauen und internationale Zusammenarbeit verbindet. Auf dem Gipfel startete die Kommission mehrere Initiativen: Gemeinsam mit Magnus Brunner eröffnete Virkkunen das Pilotprojekt „European Legal Gateway Office“ zur Vernetzung europäischer Unternehmen mit indischen IKT-Fachkräften. Zudem wurde der Wettbewerb „Frontier AI Grand Challenge“ zur Förderung souveräner europäischer KI-Modelle angekündigt. 

Im Rahmen der „Apply AI Strategy“ veröffentlichte die Kommission Aufrufe zur Beteiligung an einem Netzwerk KI-gestützter Screening-Zentren im Gesundheitsbereich sowie an einem Expertenforum zu „Frontier AI“. Ergänzend nahm Virkkunen an Gesprächen zur EU-indischen Zusammenarbeit bei KI-Kompetenzen und Talentmobilität sowie an Treffen mit Partnern aus Kanada, Neuseeland und den USA teil. Ziel des Besuchs ist eine stärkere Technologiekooperation zwischen EU und Indien.

Nachdem das Mercosur-Abkommen aufgrund der Ablehnung im EU-Parlament bekannterweise nur schleppend anläuft, freut sich die AG Europa sehr, dass die Partnerschaft mit Indien weiter ausgebaut wird.

EU-Jugendkonferenz unter dem Vorsitz Zyperns im Rat 

Diese Leitveranstaltung ist ein Meilenstein des 11. Zyklus des EU-Jugenddialogs und knüpft an die Konferenzen in Lublin (März 2025) und Kopenhagen (September 2025) unter polnischem beziehungweise dänischem Ratsvorsitz an. 

Die EU-Jugendkonferenz in Nikosia markiert die abschließende Umsetzungsphase, in der Ergebnisse umfangreicher nationaler und europäischer Konsultationen in konkrete politische Empfehlungen überführt werden. Im Zentrum steht das europäische Jugendziel #1 „Die EU mit der Jugend zusammenbringen“, das das Zugehörigkeitsgefühl junger Menschen zum europäischen Projekt stärken und eine engere, vertrauensvollere Beziehung zwischen EU und Jugend fördern soll. Der zyprische Ratsvorsitz legt dabei besonderen Fokus auf die Jugendfreundlichkeit politischer Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene.

Die Konferenz versammelt Jugenddelegierte, politische Entscheidungsträger, institutionelle Vertreter und Experten aus ganz Europa. In acht Workshops werden Vorschläge zur Verbesserung von Jugendfreundlichkeit, Zugänglichkeit und Transparenz öffentlicher Politik erarbeitet. Die Empfehlungen sollen in eine Entschließung des Rates einfließen, die während des zyprischen Ratsvorsitzes angenommen wird und den politischen Abschluss des 11. Zyklus bildet. Zudem tragen die Ergebnisse zur Überarbeitung des Arbeitsplans der EU-Jugendstrategie 2025–2027 bei.

Austauschformate unter Jugendlichen aus ganz Europa sind ein ganz wichtiger Baustein, um gegenseitiges Verständnis zu schaffen und gleichermaßen Netzwerke zu etablieren.

 

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