Deutsche Steuer-Gewerkschaft (DSTG)

AMLA: Neue Behörde ist starkes Signal gegen Finanzkriminalität

Die neue Behörde zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (AMLA) entsteht in Frankfurt am Main. Sie soll ihre operative Arbeit bis Anfang 2025 aufnehmen und eine zentrale Rolle bei der Vereinheitlichung wesentlicher Rechtsvorschriften innerhalb der EU spielen. Für den Bundesvorsitzenden der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG) Florian Köbler ist das ein wichtiger Schritt bei der Geldwäschebekämpfung.

„Die Politik muss jetzt aber auch auf nationaler Ebene Ernst machen und effektive Maßnahmen gegen Geldwäsche ergreifen. Deutschland wird als Geldwäschehotspot in Europa gesehen, mit geschätzten 100 Milliarden Euro, die jährlich gewaschen werden“, sagt Köbler, der auch Vorsitzender der Union des Finanzpersonals in Europa (UFE) ist, am 23. Februar 2024. Die Entscheidung für Frankfurt am Main wertet er als „starkes Signal im Kampf gegen Finanzkriminalität in Europa. Frankfurt, als dynamischer Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität und kurzen Wegen, bietet ideale Voraussetzungen für die AMLA und stärkt Deutschlands Rolle im europäischen Finanzsystem.“

Die DSTG fordert die Einführung einer Bargeldobergrenze, um Geldwäsche effektiver bekämpfen zu können sowie eine Verbesserung der Vernetzung zwischen Polizei, Steuerbehörden und Zoll, um eine ganzheitliche Bearbeitung von Geldwäsche-Fällen zu ermöglichen. Zudem sei die Einführung einer Beweislastumkehr nach italienischem Vorbild wichtig, bei der im Verdachtsfall der legale Erwerb von Luxusgütern nachgewiesen werden muss. Ferner gehe es um bessere Besoldungs- und Arbeitsbedingungen, um nicht die Top Anti-Geldwäsche-Spezialisten an die EU Behörde zu verlieren und genügend finanzielle Mittel für die erforderliche IT.

 

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