Bayern

Angriffe auf öffentlichen Dienst: Schutzprogramm erfolgreich angelaufen

Am 25. November 2020 hatte der Freistaat gemeinsam mit dem Bayerischen Beamtenbund ein neues Gewaltschutzprogramm für den öffentlichen Dienst in Bayern entwickelt. Die Evaluation zeigt: Die Angebote werden gut angenommen.

Das Programm dient dazu, in wirksamer Weise präventiv tätig zu werden, Gewalt zu erkennen, richtig einzuordnen und nach Gewaltvorfällen, die richtigen Hilfestellungen anzubieten. Neben zahlreichen aufeinander abgestimmten Einzelbausteinen umfasst das Gewaltschutzprogramm unter anderem auch die finanzielle Unterstützung bei der Durchsetzung von Schmerzensgeldansprüchen. Die im Oktober/November 2022 durchgeführte zweite Evaluation hat gezeigt, wie wichtig das Gewaltschutzprogramm ist: Die Rückmeldungen aus den Behörden haben ergeben, dass insbesondere die Darstellung der Präventivmaßnahmen, das Formblatt zur Erstellung einer Anzeige, der Flyer für die Beschäftigten und der Leitfaden zu Maßnahmen der Nachsorge hilfreich sind.

„Der Freistaat stellt sich vor seine Mitarbeiter. Das hat er mit dem 2020 ins Leben gerufenen Gewaltschutzprogramm deutlich gemacht – nach innen und nach außen. Ein wichtiges Zeichen für Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Gesellschaft! Die enge Beteiligung des BBB wird auch bei der Erarbeitung künftiger Schulungskonzepte sicherstellen, dass sämtliche Instrumente passgenau und an den Bedürfnissen der Beschäftigten ausgerichtet sind. Wir als BBB freuen uns auf die weitere konstruktive Zusammenarbeit. Die bisherigen Rückmeldungen zeigen, wie gelungen das Programm in den Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter integriert wurde“, so der Vorsitzende des Bayerischen Beamtenbunds (BBB) Rainer Nachtigall am 16. Januar 2023.

„Nein zu jeglicher Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Jeder Fall von Gewalt ist einer zu viel. Schutz vor Gewalt ist eine Aufgabe, der wir uns fortdauernd stellen müssen. Denn leider sind Beschäftigte des öffentlichen Dienstes vermehrt verbaler oder körperlicher Gewalt ausgesetzt. Dies betrifft längst nicht nur Polizei-, Feuerwehr- oder Rettungskräfte. Im Vordergrund unseres gemeinsam mit dem Bayerischen Beamtenbund vor zwei Jahren gestarteten Gewaltschutzprogramms steht daher der Präventions- und Deeskalationsgedanke. Das Programm ist ein großer Erfolg: die Rückmeldungen aus allen Ressorts sind durchweg positiv. An diese knüpfen wir an und entwickeln unsere Maßnahmen weiter zielgerichtet fort: Wir möchten künftig mit einem angepassten Schulungskonzept noch stärker zum Thema Gewalt sensibilisieren, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen und unterstützen“, so Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.

 

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