GDL

Bahn wurde seit 30 Jahren kaputtgespart

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, hat die Deutsche Bahn am 1. Juni 2018 für mangelnde Investitionen scharf kritisiert.

„Die Bahn wurde seit 30 Jahren kaputtgespart, sodass die Systemvorteile eines pünktlichen, zuverlässigen Verkehrsmittels sukzessive verloren gingen“, so Weselsky. Und die Probleme im Schienenverkehr würden durch schlecht organisierte Baustellen, gravierenden Personalmangel und ein jahrzehntelang ausgedünntes Schienennetz ständig weiter zunehmen. Im vergangenen Jahr sei fast ein Viertel der Fernverkehrszüge unpünktlich gewesen. Zudem seien 140.000 Züge ausgefallen, was in keiner öffentlichen Pünktlichkeitsstatistik auftauche.

Statt eine qualifizierte Fehleranalyse voranzutreiben, so Weselsky, würden die Probleme jedoch oftmals beim Betriebspersonal abgeladen. Wenn die Lokomotivführer nicht „zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Herzblut“ ihren verantwortungsvollen Dienst verrichten würden, sähe es noch viel schlimmer aus. „Das DB-Management fabuliert jedoch lieber von autonomen Zügen in der Zukunft, statt heute einen sicheren, pünktlichen, zuverlässigen Verkehr zu organisieren.“

 

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