Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB)

Berufliche Bildung kommt im Koalitionsvertrag der Ampel-Koalition kaum vor

Der BvLB hat sich enttäuscht darüber gezeigt, dass Berufliche Bildung im Koalitionsvertrag der neuen Ampelregierung auf Bundesebene kaum erwähnt wird.

Für viele Vorhaben der Koalition fand der BvLB grundsätzlich Lob. So sollen die Bildungsausgaben deutlich gesteigert, der Digitalpakt 2.0 aufgelegt und der Mittelabruf beim aktuellen Digitalpakt beschleunigt und entbürokratisiert werden. Zudem soll es eine Qualitätsoffensive für die Lehrerbildung geben. „Das alles ist gut und richtig und wurde auch von den Berufsbildnern immer wieder eingefordert. Nur kommt die berufliche Bildung in dem 180 Seiten umfassenden Koalitionsvertrag der Ampel kaum vor“, kritisierte Joachim Maiß, Vorsitzender des Bundesverbandes der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB). „Mehr Fortschritt wagen kann man nur, wenn auch die Bedarfe der beruflichen Bildung mit im Fokus stehen.“

Das Potenzial der beruflichen Bildung sei enorm, die Entwicklungsmöglichkeiten für die jungen Menschen vielschichtig. „In bildungspolitischen Diskussionen wird immer wieder behauptet, das bundesdeutsche Schulsystem sei nur nach unten hin durchlässig, fördere also den Bildungsabstieg. Das Gegenteil ist richtig. Die beruflichen Schulen bieten für jeden, der von einer weiterführenden Schule kommt, ein passendes und sehr differenziertes Anschlussangebot. Jahr für Jahr verlassen zehntausende junger Menschen die beruflichen Schulen, die allermeisten davon sind echte Bildungsaufsteiger. Die berufliche Bildung fungiert also wie ein Fahrstuhl nach oben. Das ist für jeden einzelnen der jungen Menschen, die eine berufliche Schule besuchen, und auch für die Gesellschaft als Ganzes sowie den Wirtschaftsstandort Deutschland von unermesslichem Wert. Die Berufsbildner lassen niemanden zurück“, betonte Maiß.

 

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