Einkommensrunde 2011 für die Landesbeschäftigten

Beschäftigte der Straßenmeistereien fordern faire Bezahlung

Beschäftigte von Straßenmeistereien in Niedersachsen haben mit einem Aktionstag in Hannover am 25. Januar 2011 auf ihre schwierigen Arbeitsbedingungen aufmerksam gemacht. Unter dem Motto „Wir machen das. Wer sonst?“ warben sie um die Unterstützung der Bevölkerung bei den anstehenden Tarifverhandlungen mit den Ländern. „Wir Straßenwärter sorgen tagtäglich, rund um die Uhr und bei jedem Wetter für freie Fahrt auf Straßen und Autobahnen. In den letzten Jahren ist der Straßenbetriebsdienst durch Personalabbau und Überalterung geschwächt worden. Wir fordern, unsere verantwortungsvolle und schwere Arbeit endlich angemessen zu honorieren – und dazu gehört auch eine Gefahrenzulage für die Beschäftigten der Straßen- und Autobahnmeistereien“, sagte der Bundesvorsitzende der Fachgewerkschaft der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten VDStra., Siegfried Damm.

Um deutlich zu machen, wie rund 30.000 Straßenwärterinnen und Straßenwärter täglich für Mobilität auf Deutschlands Straßen sorgen, wurde ein Kurzfilm gezeigt, der sie bei ihrer Arbeit begleitet. In Gesprächen mit den Passanten berichteten die Kollegen von ihrer Tätigkeit und beantworteten Fragen.

Straßenwärter räumen im Winter Eis und Schnee, reparieren Fahrbahnen und Schutzplanken, pflegen Böschungen, sichern Unfall- und Pannenstellen – und das mitten im fließenden Verkehr. Jährlich verunglücken durchschnittlich neun von ihnen tödlich, die Zahl der Schwerverletzten liegt im dreistelligen Bereich. Die Wahrscheinlichkeit eines Arbeitsunfalls ist für Beschäftigte der 800 Straßen- und Autobahnmeistereien 13 Mal höher als in der gewerblichen Wirtschaft.

„Trotz der extremen Belastungen werden die Kollegen schlecht bezahlt – sie gehen mit Brutto-Gehältern von 1.761 bis 2.387 Euro nach Hause“, machte Regina Stein, Landesfachbereichsleiterin Bund und Länder im ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen, klar. Viele seien zudem aufgrund der harten körperlichen Arbeit schon vor dem Erreichen der Altersgrenze mit ihrer Gesundheit am Ende. „Deshalb fordern wir endlich eine faire Bezahlung und eine Gefahrenzulage. Mit dem Sparen auf Kosten der Beschäftigten muss Schluss sein.“

Die Veranstaltung war Teil einer Aktionswoche verschiedener Berufsgruppen im öffentlichen Dienst und der Kampagne „Wir machen das. Wer sonst?“ – initiiert vom dbb beamtenbund und tarifunion und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Die Tarifverhandlungen beginnen am 4. Februar 2011.

 

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