Verband Bildung und Erziehung (VBE) / Verband Deutscher Realschullehrer (VDR)

Bildungsgipfel: Viele Fragezeichen bleiben

Mit dem Bildungsgipfel am 14. März 2023 wollte Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger ein Zeichen setzen. Die Einsetzung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe sollte ein Startpunkt für eine bessere Zusammenarbeit von Bund und Ländern sein.

Der VBE Bundesvorsitzende Gerhard Brand zeigte sich am 14. März 2023 skeptisch, ob die Initiative die riesigen bestehenden Herausforderungen werde lösen können. „Die Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger hat einen Punkt, wenn sie feststellt, dass das Aufeinander zeigen von Bund und Ländern noch kein Kind klug gemacht habe. Deshalb braucht es alle Akteure, um bestmögliche Ergebnisse zu erwirken. Die Lehrkräfte an der Basis brauchen Lösungen und wollen nicht mehr Zeugen von politischen Eitelkeiten werden. Es braucht ein Zusammenwirken aller Ebenen mit dem Fokus auf beste Bildung für alle Kinder", betonte Brand. Zentrale Probleme sein der Lehrkräftemangel sowie die enorme Belastung im Beruf: „Die Lehrkraft ist ihr eigenes multiprofessionelles Team. Sie muss fördern, fordern, Pflaster kleben, Klassenreisen organisieren, Traumata auffangen, Aufmerksamkeitsdefiziten begegnen. Alles alleine, – das ist einfach zu viel! Es braucht dringend Entlastungen von allem, was nicht das originäre Aufgabenfeld betrifft. Wir brauchen mehr Professionen in Schule.“

Jürgen Böhm, Vorsitzender des VDR, hatte bereits am 13. März im Vorfeld des Bildungsgipfels dessen Konzept kritisiert: „Niemand weiß aktuell so recht, um was es bei diesem Bildungsgipfel konkret gehen soll. Das Fehlen einer klaren inhaltlichen Linie und das im Vorfeld angekündigte Fernbleiben einiger Bildungsplayer zeigt ein gewisses organisatorisches Durcheinander.“ Die Veranstaltung erwecke daher eher den Eindruck einer inhaltlichen Schnellschussaktion. Bund und Länder müssten sich zunächst über eine klare Kompetenzzuweisung einigen, bevor konkrete Maßnahmen ergriffen werden könnten, so Böhm weiter und ergänzte: „Es ist verwunderlich, dass nicht alle am Bildungsprozess beteiligten Akteure wie Lehrerverbände und Lehrkräfte oder auch die Landespolitik intensiver eingebunden wurden. Außer Frage steht jedenfalls, dass die Qualität der Bildung nicht nach unten abgesenkt werden darf.“

 

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