Bildungsstudie: Gute Bewertung für Bildungsgerechtigkeit und Lehrkräfte

Die beiden dbb Mitgliedsgewerkschaften Deutscher Philologenverband (DPhV) und Verband Bildung und Erziehung (VBE) haben verschiedene Ergebnisse der „4. Nationalen JAKO-O Bildungsstudie“ am 22. Juni 2017 als positiv bewertet. Der DPhV-Bundesvorsitzende Heinz-Peter Meidinger freute sich über die steigende Zufriedenheit der Bevölkerung mit den Schulen, da diesen die Förderung der Bildungsgerechtigkeit immer besser gelinge. Der VBE-Bundesvorsitzende Udo Beckmann begrüßte die Anerkennung für die Pädagogen: „Eltern bewerten die Arbeit der Lehrkräfte mit der Note 2,5. Das ist ein positives Signal an die Lehrerschaft und zeigt die Wertschätzung für ihre Arbeit.“

Im Bereich der Digitalisierung zeige sich allerdings auch „eine hohe Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit“, so Beckmann weiter. So sei ein Ergebnis, dass sich 41 Prozent der befragten Eltern wünschen, dass ihren Kindern Computer- und Internetkenntnisse vermittelt würden. „Die Lehrkräfte sehen die Vorteile der Unterstützung ihres Unterrichts durch digitale Angebote. Zudem ist es uns ein Anliegen, Medienkompetenz zu vermitteln, damit keine negativen Folgen aufgrund eines zu hohen oder unreflektierten Medienkonsums entstehen. Ohne die entsprechende Ausstattung der Schulen, ohne die Fortbildung der Lehrkräfte und ohne entsprechende pädagogische Konzepte kann dies jedoch nicht umgesetzt werden. Hier ist die Politik im Zugzwang.“

DPhV-Chef Meidinger sieht durch die Studie die Arbeit der Gymnasien bestätigt: Mit Bayern habe das Bundesland die besten Noten für Bildungsgerechtigkeit bekommt, das am konsequentesten auf ein differenziertes Schulwesen und die Qualität der herkömmlichen Bildungsabschlüsse setze. „Dass mit Berlin ein Bundesland in Fragen der Bildungsgerechtigkeit am schlechtesten abschneidet, das auf eine sechsjährige Grundschule setzt, die Gymnasien systematisch benachteiligt und eine miserable Unterrichtsversorgung aufweist, kann nicht verwundern.“ Auch das Modell der offenen Ganztagsschule, das von 90 Prozent der Gymnasien erfolgreich praktiziert werde, gewinne immer Akzeptanz.

 

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