Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft (BDZ)

Black Friday: Verzögerungen bei Auslandslieferungen möglich

Jüngst hat gerade der Online-Handel unter dem Motto „Black Friday“ wieder viele Sonderangebote im Sortiment. Der BDZ warnt, dass es wegen Personalmangels beim Zoll zu Verzögerungen bei Bestellungen aus dem Nicht-EU-Ausland geben kann.

Dort gekaufte Ware müsse durch den Zoll, weil dieser Einfuhrabgaben erhebe und zum Beispiel prüfe, ob es sich bei beliebten Markenprodukten um Fälschungen handele. Der BDZ warne seit Längerem vor Problemen, die ohne mehr personelle und digitale Unterstützung durch die Masse der zusätzlichen Zollanmeldungen entstehe. Aufgrund von gesetzlichen Änderungen bei der Besteuerung im E-Commerce-Bereich geraten die Zollämter bei der Herkulesaufgabe der Warenabfertigung immer weiter unter Druck.

„Für die Bürgerinnen und Bürger ist es sehr ärgerlich, wenn ihr Weihnachtsgeschenk verzögert ausgeliefert wird. Für die Unternehmen ist es schädlich, wenn gefälschte Markenartikel am Zoll vorbei eingeführt werden. Deswegen haben wir schon letztes Jahr 1.400 weitere Zöllnerinnen und Zöllner für die Bewältigung von jährlich 100 Millionen zusätzlicher Zollanmeldungen durch den boomenden Online-Handel gefordert. Passiert ist wenig, auch die digitale Unterstützung läuft nur schleppend an. An unseren Kolleginnen und Kollegen soll es nicht scheitern. Die Zollämter unterstützen sich gegenseitig, dennoch ist die Belastungsgrenze überschritten. Wir appellieren erneut an das zuständige Bundesfinanzministerium, diese Baustellen endlich ernst zu nehmen“, so der stellvertretende BDZ Bundesvorsitzende Thomas Liebel am 18. November 2022.

 

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