Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS)

Bundesweite Warnstreiks bei den AOK-Gesundheitskassen

Angesichts der Blockadehaltung der Arbeitgeber bei den aktuellen Gehaltstarifverhandlungen hat die Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS) ihre Mitglieder bei den AOK-Gesundheitskassen zu einer einwöchigen Welle von Warnstreiks im gesamten Bundesgebiet aufgerufen.

Im Zeitraum vom 1. bis 8. Februar 2022 wird die GdS an unterschiedlichen Tagen Arbeitsniederlegungen bei den AOK Baden-Württemberg, AOK Bayern, AOK Bremen/Bremerhaven, AOK Hessen, AOK Niedersachsen, AOK Nordost, AOK NordWest, AOK Plus, AOK Rheinland/Hamburg, AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und AOK Sachsen-Anhalt durchführen. Bei den Streiks kann es stundenweise zu Beeinträchtigungen im Kundenservice und bei der Erreichbarkeit der Kassen kommen.

Bei den Tarifverhandlungen mit der GdS am 19. und 20. Januar hatten die AOK-Arbeitgeber lediglich eine Einmalzahlung für das Jahr 2022 in Höhe von 800 Euro für Tarifbeschäftigte (Azubis 300 Euro) und eine Gehaltserhöhung um 1,2 Prozent im Jahr 2023 angeboten. Kernforderung der GdS ist hingegen eine lineare Erhöhung der Vergütungen und Sozialzuschläge sowie der Ausbildungsvergütungen um 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

„Auch diese zweite Verhandlungsrunde hat gezeigt: Ein wirklich wertschätzendes Gehaltsplus will die AOK-Tarifgemeinschaft ihren Beschäftigten nicht zugestehen“, erklärte der GdS Bundesvorsitzende und dbb Vize Maik Wagner. Jetzt sei es an der Zeit, ein starkes Signal zu setzen, dass die Arbeit der Beschäftigten mehr wert ist. „Wir erwarten endlich ein ernstzunehmendes Angebot, das den Leistungen der Beschäftigten gerecht wird. Arbeit bei der AOK darf kein Minusgeschäft werden!“ Die Tarifverhandlungen sollen am 8. und 9. Februar fortgesetzt werden.

 

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