dbb bundesfrauenvertretung

Chance für gleichstellungspolitischen Aufbruch ergreifen

Die dbb frauen drängen auf eine schnelle und zielführende Regierungsbildung. Die sich bietende Chance für einen gleichstellungspolitischen Aufbruch muss gezielt genutzt werden.

„Die Wählerinnen und Wähler haben sich gegen ein politisches ‚Weiter so' entschieden. Die Gewinnerinnen und Gewinner der Bundestagswahlen sind jetzt am Zug, die ihnen gebotene Chance für einen schnellen und nachhaltigen Neustart zu nutzen. Gleichstellungspolitische Themen dürfen den Koalitionsverhandlungen nicht zum Opfer fallen“, machte Milanie Kreutz, Vorsitzende der dbb frauen, am 28. September 2021 deutlich.

Auch frauen- und gleichstellungspolitisch sei das Land in Aufbruchsstimmung. „Die Bürgerinnen und Bürger haben ihre Stimmen vor allem jenen Parteien gegeben, die progressive Vorschläge im Bereich der Frauen- und Familienpolitik vorgelegt haben. Die Parteien, die jetzt einen Anspruch auf Regierungsverantwortung erheben, sind in der Pflicht, diese Versprechen in lebendige Politik zu verwandeln. Dazu gehört auch ein paritätisch besetztes Kabinett", so die dbb frauen Chefin.

Angesichts des niedrigen Frauenanteils im neugewählten Bundestag mahnte Kreutz gleichstellungsfördernde Reformen als unausweichlich an: „Mit voraussichtlich 735 Abgeordneten wird der Bundestag so groß sein wie nie zuvor. Und dennoch ist nur gut jeder dritte Sitz im Parlament mit einer Frau besetzt. Wir brauchen eine echte Wahlrechtsform und dabei muss die Parität eine Rolle spielen. Es kann nicht sein, dass wir bei dieser Wahl nur knapp an einer Zweidrittelmehrheit für Männer im Bundestag vorbeigeschlittert sind. Wir können nicht weiterhin die Hälfte der Bevölkerung dieses Landes ausgrenzen, wenn es darum geht, nachhaltige Lösungen für Problemstellungen zu finden, die uns alle betreffen.“

 

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