Aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen:

dbb fordert lebenszyklusorientierten Personalpolitik

2012 ist das Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen, das

die Öffentlichkeit für den gesellschaftlichen Beitrag älterer Menschen sensibilisieren soll. Politische Entscheidungsträger und Interessenträger auf allen Ebenen sind aufgerufen, bessere Rahmenbedingungen für aktives Altern und die Stärkung der Solidarität zwischen den Generationen zu schaffen. Der dbb, für den vor dem Hintergrund des demografischen Wandels die Solidarität zwischen den Generationen gelebte Realität ist, hat eine Reihe konkreter Forderungen, u.a. eine lebenszyklusorientierten Personalpolitik, aufgestellt

 

Ein entsprechender Beschluss des dbb Bundeshauptvorstands von Mitte Juni 2012 lautet:

Arbeitgeber und Dienstherren haben eine besondere Verantwortung bei der Gestaltung des demografischen Wandels. Sie müssen zu einer lebenszyklusorientierten Personalpolitik kommen. So sollten bei der Förderung der Beschäftigung Älterer die Aspekte lebenslanges Lernen, betriebliche Gesundheitspolitik sowie alterns- und altersgerechte Arbeitsplätze und Beschäftigungsbedingungen im Vordergrund stehen. Dazu gehören auch transparente und Akzeptanz findende Regelungen für den gleitenden Übergang in den Ruhestand.

Das zivilgesellschaftliche Engagement älterer Menschen ist oft die Grundlage für die Arbeit in Vereinen, Verbänden und karitativen Organisationen. Dies gilt es zu unterstützen und zu fördern.

Der dbb spricht sich grundsätzlich gegen jede Diskriminierung wegen des Alters aus. Dabei können auch Privilegierungen - allein aufgrund des Alters - zu Benachteiligungen der Nichtbegünstigten führen. Es bleibt der gesellschaftlichen Diskussion vorbehalten, ob und welche Differenzierungen in bestimmten Fragen sachlich geboten sind.

Generelle Altersgrenzen tragen wesentlich zum Bild der nicht mehr produktiven „Alten“ bei. Allerdings bleiben Regelaltersgrenzen, ab denen Erwerbstätige Alterssicherungsleistungen in Anspruch nehmen können, nach der Überzeugung des dbb unverzichtbar.

Die Wohnung ist der Mittel- und Ausgangspunkt des täglichen Lebens. Der dbb unterstützt Maßnahmen, die es älteren Menschen ermöglichen, weiter in ihrem bisherigen Umfeld leben zu können, so den seniorengerechten Um- und Neubau von Wohnraum sowie die entsprechende Gestaltung der Infrastruktur im Wohn-umfeld. Das gilt auch für das Problem der Barrierefreiheit.

Pflegepersonen müssen künftig finanziell besser unterstützt werden, beispielsweise durch eine dem Elterngeld vergleichbare Lohnersatzleistung und eine bessere soziale Absicherung. Notwendig sind zudem weitergehende Ansprüche auf Freistellung von der beruflichen Tätigkeit, damit Pflegende den erforderlichen zeitlichen Freiraum durchsetzen können, ohne ihre Einbindung in die Arbeitswelt aufgeben zu müssen.“

 

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