• Haben über Fachkräftemangel und Jugendarbeitslosigkeit gesprochen: Omid Nouripour, Bundesvorsitzender von Bündnis90/Grüne, und Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der dbb jugend.

Treffen mit Omid Nouripour

dbb jugend beklagt gravierenden Personalmangel

Weiteres Thema des Gesprächs mit dem Bundesvorsitzenden der Grünen war die Europawahl 2024.

„Die Migration stellt Kommunen und Behörden vor enorme Herausforderungen, einige sind bereits an ihre Grenzen gestoßen“, sagte Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der dbb jugend, nach dem Treffen mit Omid Nouripour (Grüne) am 10. Oktober 2023. „Ursache ist nicht nur die hohe Anzahl an Geflüchteten, sondern auch der Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst. Es fehlt Personal auf allen Ebenen, um die Menschen angemessen aufzunehmen. Das betrifft die Ankunft, Unterbringung und Integration ins Arbeitsleben. Die Kommunen brauchen außer finanzielle vor allem auch personelle Unterstützung. Darin sehe ich eine ganz entscheidende Maßnahme, um verloren gegangenes Vertrauen in den Staat zurückzugewinnen.“

Engagement gegen Jugendarbeitslosigkeit stärken

Im Juni 2024 finden die Europawahlen statt. Junge Menschen, die Probleme haben, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, sollen mehr Unterstützung bekommen, fordert die dbb jugend. „Auch darüber haben wir mit Omid Nouripour gesprochen“, berichtete Fandrejewski. „Deutschland ist im Verhältnis kaum von Jugendarbeitslosigkeit betroffen, trotzdem ist jeder junge Mensch, den wir nicht in den Arbeitsmarkt integrieren, einer zu viel! Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit ist aus unserer Sicht eine zentrale europäische Aufgabe. Wir unterstützen die europäische Jugendgarantie, müssen aber leider feststellen, dass sie in der Praxis oft nicht eingehalten wird. Sinnvoll wäre es, eine Europäische Jugendarbeitsagentur einzurichten, die jungen Menschen bei Arbeitslosigkeit unbürokratische Hilfe bietet in Hinblick auf Beratung, Vermittlung und Weiterbildung.“

Hintergrund

In Deutschland lag die Jugendarbeitslosigkeit unter den 15- bis 24-Jährigen im August 2023 bei 5,7 Prozent. Dies ist der geringste Wert in der EU. Am höchsten ist die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien (26,8 Prozent), Estland (23,5 Prozent) und Griechenland (22,5 Prozent). Quelle: Statista

Die europäische Jugendgarantie sieht vor, dass Menschen unter 30 Jahren bei Arbeitslosigkeit innerhalb von vier Monaten ein Angebot für eine Arbeitsstelle, ein Praktikum oder eine Fortbildung erhalten.

 

 

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