Kein Arbeitgeber-Angebot in der ersten Verhandlungsrunde

dbb jugend: „Rituale statt Substanz“

Mit scharfer Kritik hat die dbb jugend auf den Auftritt der Arbeitgeber in der ersten Runde der Tarifverhandlungen für die rund 2,1 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen am 13. März 2014 in Potsdam reagiert. „Angesichts der engen Taktung der Verhandlungstermine und der berechtigten Erwartungshaltung der Beschäftigten hier ohne verhandelbares Angebot anzukommen, ist schon ein starkes Stück. Wenn die Arbeitgeber Rituale statt Substanz und Nachhaltigkeit pflegen wollen und glauben, Deutschlands öffentlichen Dienst so zukunftsfähig machen zu können, sind sie auf dem Holzweg“, sagte die Vorsitzende der dbb jugend Sandra Kothe am Abend nach Abschluss der ersten Verhandlungsrunde in Potsdam.

Kothe verwies auf den dringenden Handlungsbedarf, die Einkommens- und Beschäftigungsbedingungen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst attraktiver zu gestalten. „Wir brauchen jetzt ein ganz deutliches Signal – zum Einen für die Beschäftigten, dass sie ihren Job top machen und für diese Leistung fair bezahlt und behandelt werden. Zum Anderen für den potenziellen Berufsnachwuchs, den wir angesichts von hunderttausenden Altersabgängen in naher Zukunft so dringend benötigen, den wir willkommen heißen und wertschätzen müssen“, so die dbb jugend-Chefin. „Aber was machen die Arbeitgeber, denen erst Anfang dieser Woche der Bundesrechnungshof eine mangelhafte Personalplanung ins Stammbuch geschrieben hat? Abwarten und Tee trinken!“ Das sei keine Zukunftsstrategie, „und die Beschäftigten werden den Arbeitgebern in den kommenden Tagen sehr deutlich zu verstehen geben, was sie von dieser Bummelei halten“, kündigte Kothe an.

Die nächste Verhandlungsrunde startet am 20. März 2014 in Potsdam.

 

 

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