dbb jugend warnt: Demografie-Abgabe würde Gesellschaft spalten

Eine klare Absage erteilt die dbb jugend Plänen aus der CDU-Bundestagsfraktion zur Einführung einer so genannten Demografie-Abgabe zur Stabilisierung der Sozialversicherung – die Projektgruppe „Demografie“ der Unionsfraktion hatte Anfang der Woche auf die Bildung einer „solidarischen Demografierücklage“ gedrängt, zahlen sollten alle Arbeitnehmer ab 25 Jahren. „Bundeskanzlerin Merkel hat unsere volle Rückendeckung. Sie lehnt diesen Vorstoß ihrer eigenen Partei völlig zu Recht ab, weil eine solche Abgabe unsere Gesellschaft endgültig spalten würde“, sagte dbb jugend-Chefin Sandra Hennig heute in Berlin.

Es sei unbestritten, dass das Sozialversicherungssystem angesichts der drohenden Überalterung der Gesellschaft vor erheblichen Problemen stehe, so Hennig. „Diese Probleme können aber nicht gelöst werden, indem man den Generationenvertrag derart überstrapaziert, dass den jungen Menschen der Kragen platzt. Die Politik ist auf dem Holzweg, wenn sie glaubt, einer immer kleineren Gruppe der Gesellschaft immer mehr Aufgaben und Verantwortung aufbürden zu können – auch Solidarität hat ihre Grenzen.“

Die Vorsitzende der dbb jugend forderte, Deutschlands Gemeinwesen insgesamt demografiefest zu machen. „Das Kernproblem liegt doch mit der niedrigen Geburtenrate klar auf der Hand. Ohne mehr Kinder werden wir die Herausforderungen nicht lösen. Deshalb lautet die Demografiestrategie in erster Linie, mehr Kinderfreundlichkeit in unserem Land zu organisieren“, so Hennig. „Und das nicht etwa mit wenig zielführenden Nullnummern à la Betreuungsgeld, sondern mit nachhaltigen Instrumenten wie Elterngeld und einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, weil nur solche Maßnahmen für mehr Nachwuchs und steigende Einnahmen der Sozialversicherungen sorgen.“

 

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