Schleswig-Holstein

dbb Landesbund will Stelle für Bürokratieabbau

In Schleswig-Holstein gelingt in vielen Bereichen der Verwaltung laut dbb Landeschef Kai Tellkamp keine zuverlässige Aufgabenerfüllung mehr: „Das ist ein inakzeptabler und auch gefährlicher Zustand.“

 

Es werde derzeit „nicht wirksam gegengesteuert, um diesen für die Bürger und die Beschäftigten gleichermaßen unbefriedigenden Zustand abzustellen. 'Kurs halten' ist hier die falsche Strategie“, so Tellkamp am 15. August 2023. Es gebe zu viele Aufgaben, die von zu wenig Personal unter zu schlechten Bedingungen zu erfüllen sind. Zu den schlechten Bedingungen zählt der dbb sh dabei nicht nur wesentliche Aspekte der Arbeits- und Einkommensbedingungen (41-Stunden-Woche, gekürztes Weihnachtsgeld), sondern auch die bürokratischen Strukturen und Abläufe.

Der Bürokratieabbau habe daher bei der Lösung dieser Probleme eine Schlüsselfunktion. „Wenn dieser gelingt, benötigen wir weniger Ressourcen für die Aufgabenerfüllung, die außerdem schneller zu bewerkstelligen wäre. Und natürlich hätten wir dabei auch mehr Mittel, um das Personal zu wettbewerbsfähigen Bedingungen zu beschäftigen“, sagte der dbb Landeschef.

Ideen für Bürokratieabbau würden allerdings oft schon im Keim erstickt, weil niemand Ideen dazu zur „Marktreife“ entwickeln könne. Es gebe einfach zu viele Zuständigkeiten, die wie ein Bremsklotz wirkten. Insbesondere dann, wenn ein Verantwortungsverlust beteiligter Stellen drohe. Deshalb hat der dbb sh den Vorschlag entwickelt, den Bürokratieabbau durch eine unabhängige Stelle voranzutreiben. An diese sollen sich Bürger, die Wirtschaft, aber auch Beschäftigte mit Anregungen wenden können. Auf dieser Grundlage könnten dann konkrete Vorschläge entwickelt werden.

 

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