NØRD Digitalisierungskongress

Digitale Verwaltung braucht Ausbildungs-Update

Eine zukunftsfähige Verwaltung erfordert eine konsequente Digitalisierungsstrategie, die bei der Ausbildung ansetzt. Das fordert dbb jugend Chefin Karoline Herrmann auf dem NØRD Kongress.

„Die Corona-Pandemie hat gezeigt: Bei der digitalen Verwaltung, da geht noch mehr. Nicht nur der gezielte und flächendeckende Netzausbau muss jetzt schnell vorangebracht werden. Auch die moderne digitale Ausstattung muss in die Amtsstuben einziehen. Und zwar ganz besonders im Ausbildungsbereich", stellte dbb jugend Chefin Karoline Herrmann am 10. Juni 2021 auf dem „Smart Government Day: Gemeinsam digitale Verwaltung gestalten" heraus, der im Rahmen des NØRD Digitalisierungskongresses stattfand. Im Mittelpunkt stand der Austausch mit Verwaltungsbeschäftigten aus Mecklenburg-Vorpommern zum Stand der Digitalisierung vor Ort.

Die Anwärter*innen und Auszubildenden brächten bereits eine hohe Affinität zu digitalen Arbeitsweisen mit. Diesen Wissensvorsprung müsse die Verwaltung für sich nutzen. Aber auch Bezahlung und Arbeitsbedingungen müssten passen. „Es ist die Aufgabe von Dienstherr und Arbeitgebenden, hinsichtlich der technischen Entwicklung auf dem neuesten Stand zu sein. Überall dort, wo es sinnvoll und möglich ist, muss – zumindest ergänzend – Homeoffice ermöglicht werden. Dann werden sich mehr und mehr gut ausgebildete Digital Natives für die Verwaltung begeistern können", betonte die dbb jugend Chefin.

Das digitale Angebot der Behörden an die Bürger müsse ebenfalls mit der Zeit gehen. Verwaltungsroutinen müssten kritisch hinterfragt werden, von überflüssigen Vorgängen müsse man sich bewusst verabschieden. Die konsequente Anwendung des ‚Once-Only-Prinzips‘ beispielsweise könnte die Zusammenarbeit der Behörden deutlich erleichtern und Verfahren für die Beschäftigten wie für die Bürger*innen vereinfachen. „Informationen, die an Behörden weitergeben werden, sollen nur einmal übermittelt werden müssen. Soweit die Bürger*innen das wollen und Datenschutzbestimmungen dies zulassen, muss es der öffentlichen Verwaltung erlaubt sein, diese Daten wiederzuverwenden und untereinander auszutauschen. Datenschutz und Digitalisierung müssen dabei Hand in Hand gehen", so Herrmann.

Hintergrund

Der NØRD Kongresses verfolgt das Ziel, die digitale Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern in einer Vielzahl von Gebieten zu fördern, so zum Beispiel in der Verwaltung, Wirtschaft, Bildung, Forschung, Industrie und im Gesundheitswesen. Neben dem interaktiven Austausch zu neuen Denk- und Arbeitsweisen sollen Perspektiven für eine bessere vernetzte und serviceorientierte digitale Verwaltung entwickelt sowie Impulse für innovative Prozesse gegeben werden. Der Kongress findet vom 31. Mai bis 14. Juni 2021 digital statt.

 

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