Halbjahresgespräch mit der Kultusministerkonferenz (KMK)

Dringend nötig: Gute Bildung trotz angespannter Haushaltslage

Beim Halbjahresgespräch mit der KMK haben die dbb Bildungsgewerkschaften auf zahlreiche offene Großbaustellen hingewiesen.

Mehr gegen den Lehrkräftemangel unternehmen, die beruflichen Schulen stärken, außerdem den Ausbau der ganztägigen Bildung, Erziehung und Betreuung für Kinder im Grundschulalter vorantreiben: In der Bildungspolitik ist der Handlungsbedarf dringender denn je, mahnen die dbb Bildungsgewerkschaften.

„Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum zweiten Nachtragshaushalt 2021 hat nicht zuletzt auch in der Bildungspolitik massive Verunsicherung verursacht“, sagte Simone Fleischmann, stellvertretende Bundesvorsitzende des dbb, nach dem Halbjahresgespräch mit der KMK am 7. Dezember 2023. „Hinter unzähligen Vorhaben steht jetzt ein großes Fragezeichen. Großbaustellen wie der DigitalPakt 2 und das Startchancen-Programm sind weiterhin offen. Dabei ist es ganz entscheidend, dass wir bei der Digitalisierung nicht den Anschluss verlieren und für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen. Und das geht nur mit einer angemessenen Finanzierung. Wer heute bei der Bildung spart, zahlt morgen bei den gesellschaftlichen Folgekosten drauf. Wir brauchen keine Fragezeichen, sondern Ausrufezeichen!“

Besorgt – insbesondere über die Qualität in der Lehrkräfteausbildung – äußerte sich Susanne Lin-Klitzing, Vorsitzende der dbb Fachkommission Schule, Bildung und Wissenschaft. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in einen Teufelskreis kommen“, sagte sie. „Der Lehrkräftemangel bedroht auf besorgniserregende Weise die Qualitätsstandards in der Lehrkräfteausbildung. Damit senkt die Politik aber auch die Unterrichtsqualität in den Schulen. Die immer wieder erschreckenden Ergebnisse, zu denen zahlreiche Bildungsstudien kommen, führen uns klar vor Augen, dass die Qualitätssicherung an oberster Stelle stehen muss. Um die Unterrichtsqualität und -versorgung gewährleisten zu können, bedarf es breit angelegter Strategien und nachhaltiger Investitionen in eine hochwertige Aus-, Fort- und Weiterbildung unserer Lehrkräfte.“

Hintergrund:
Beim Halbjahresgespräch mit der KMK bringen die dbb Bildungsgewerkschaften aktuelle Themen, Probleme und Lösungsansätze in die politische Debatte ein. Der aktuelle Austausch hat mit Katharina Günther-Wünsch, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, und Christine Streichert-Clivot (SPD), Bildungsministerin im Saarland, stattgefunden.

 

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