dbb Branchentage

Einkommensrunde: Soziale Arbeit und Gesundheit im Fokus

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes diskutieren weiter über die anstehende Einkommensrunde mit den Bundesländern. Zuletzt standen dabei die Berufsfelder Soziale Arbeit und Gesundheit im Fokus.

Dass Beschäftigte aus dem Bereich der Sozialen Arbeit immer noch zu wenig Anerkennung für ihre Arbeit bekommen, wurde bei der Versammlung von Mitglieder aus den Reihen des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit (DBSH) am 13. November 2018 in Berlin deutlich. dbb Tarifchef Volker Geyer verwies darauf, dass der Tarifvertrag mit den Ländern einen erheblichen Nachholbedarf gegenüber dem mit Bund und Kommunen hat: „Das gilt nicht nur für die Entgelte, sondern auch für die Regelungen zur Eingruppierung. Der Sozial- und Erziehungsdienst, der bei Bund und Kommunen sogar eine eigene Entgelttabelle hat, wird dabei natürlich auch im Fokus stehen.“

Der Vorsitzende des DBSH Berlin, Hannes Wolf, unterstrich: „Die Politik muss endlich begreifen, dass Investitionen in die Soziale Arbeit sich in jeder Hinsicht lohnen. Erstens geht es hier um Menschenleben und um ein gesellschaftliches Miteinander, das niemanden ausgrenzt oder zurücklässt. Zweitens: Wenn wir schon über Geld reden, muss endlich in alle Köpfe, dass Vorsorge grundsätzlich preiswerter ist als Nachsorge. Um das zu erkennen, darf man aber nicht nur in Legislaturperioden denken.“

Eindrucksvoll schilderten auch die Beschäftigten des Maßregelvollzugszentrums im niedersächsischen Moringen am 8. November 2018 ihren Arbeitsalltag. Dort werden strafrechtlich eingewiesene Personen mit psychischen Störungen untergebracht und behandelt. Michael Borges, 2. Vorsitzender der Gewerkschaft für das Gesundheitswesen (GeNi), machte deutlich: „Die Arbeitsbedingungen müssen sich verbessern, eine bessere Bezahlung ist unerlässlich.“ Das gelte für alle Berufszweige in den entsprechenden Einrichtungen, wie beispielsweise Pflege, Sozialdienst, Ergotherapie, Werkstätten, Küche, Gärtner, IT oder Verwaltung. Auch Krankenpflegeschulen und Bildungsakademien müssten besser ausgestattet werden.

 

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