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Sparhaushalt 2024

Einschnitte im Elterngeld wären deutlicher Rückschritt

Bundesfamilienministerin Lisa Paus schlägt vor, die Einkommensgrenze für das Elterngeld zu halbieren. Das ist vor allem für Frauen ein herber Rückschlag.

Die stellvertretende Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, Michaela Neersen, äußert sich kritisch zur geplanten Absenkung der Einkommensgrenze für den Bezug von Elterngeld und betont die negativen Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt: „Für viele berufstätige Frauen ist das ein deutlicher Rückschritt für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Indem die Einkommensgrenze halbiert wird, werden Familien benachteiligt.“ Statt der bisherigen Grenze von 300.000 Euro soll der Anspruch nun nur noch für Eltern mit einem Jahreseinkommen von bis zu 150.000 Euro gelten.

 

Elterngeld muss allen zugutekommen – unabhängig vom Einkommen

Die dbb bundesfrauenvertretung fordert die Bundesregierung daher auf, von den geplanten Einschnitten beim Elterngeld abzusehen und stattdessen Maßnahmen zu ergreifen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für alle Eltern weiter verbessern. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Familien die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, um sowohl ihre beruflichen als auch familiären Verpflichtungen erfüllen zu können. Bereits seit seiner Einführung im Jahr 2007 beträgt die Höchstgrenze für das Elterngeld 1800 Euro. Als dbb fordern wir schon seit Langem die Erhöhung dieses Betrags, um beispielsweise den Anreiz für Männer, in Elternzeit zu gehen, zu erhöhen und die Aufteilung unbezahlter Sorgearbeit zuhause somit gerechter zu gestalten.“

Die Einschränkung des Anspruchs würde den gleichstellungspolitischen Zielen der Bundesregierung eindeutig widersprechen: „Ständig diskutieren wir über Wege, um den Umfang der Erwerbsarbeit von Frauen zu verbessern.“ Durch die geplante Senkung der Einkommensgrenze würden viele Familien von dieser wichtigen Leistung ausgeschlossen, was insbesondere für Frauen ein herber Rückschlag sei. Neersen: „Die Bundesregierung sollte sich ihrer Verantwortung bewusst sein und sicherstellen, dass das Elterngeld allen Familien zugutekommt.

 

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