VBE

Fachkräfte an deutschen Kitas brauchen Entlastung und höhere Wertschätzung

 

„Die Ergebnisse bestätigen, was wir auf nationaler Ebene durch die vom VBE mit herausgegebene repräsentative DKLK-Studie bereits wiederholt feststellen mussten: Wertschätzung und Entlohnung für Fachkräfte an Kitas in Deutschland stehen in keinem Verhältnis zu dem, was diese Menschen tagtäglich leisten“, kommentierte Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), am 25. Oktober 2019 die Ergebnisse einer internationalen Vergleichsstudie zur frühkindlichen Bildung der OECD. Danach fühlen sich in Deutschland lediglich 36 Prozent der Fachkräfte an Kitas von der Gesellschaft wertgeschätzt, nur 26 Prozent sind mit ihrem Gehalt zufrieden – beides Werte unterhalb des Gesamtdurchschnitts der neun Länder, die an der Studie teilgenommen haben.

 

„Dass das Personal an Kitas in keinem anderen Teilnehmerland der Studie in so hohem Maße speziell für die Arbeit mit Kindern ausgebildet ist, wie in Deutschland, darf uns stolz machen. Dass sich das Personal an Kitas gleichfalls aber nirgendwo sonst durch die Fülle an administrativen Aufgaben so belastet fühlt wie in Deutschland, insbesondere auf Leitungsebene, muss die politisch Verantwortlichen mehr als nachdenklich machen. Wenn Menschen nicht das tun können, wofür sie originär und bestens ausgebildet sind, ist es allerhöchste Zeit, dass dies geändert wird“, forderte Beckmann.

„Wie auch von der OECD angemahnt, fordert der VBE seit langem, den Status der Profession nachhaltig aufzuwerten, die Arbeitsbedingungen an Kitas deutlich zu verbessern und für Entlastung bei administrativen Aufgaben zu sorgen. Wir brauchen im frühpädagogischen Bereich langfristige und flächendeckende Investitionen, auch um dem massiven Personalmangel entgegenzuwirken“, so der VBE Chef.

 

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