Verband Bildung und Erziehung (VBE)

Fachkräftemangel an Kitas: OECD-Studie bestätigt Handlungsbedarf

„Die veröffentlichten Ergebnisse bestätigen, was wir durch die vom VBE mit verantwortete jährlich durchgeführte repräsentative DKLK-Studie unter Kitaleitungen wiederholt feststellen müssen: Es herrscht Alarmstufe Rot im frühkindlichen Erziehungsbereich und es besteht dringender Handlungsbedarf“, kommentierte der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, am 30. November 2020 den zweiten Ergebnisbericht der OECD-Studie TALIS Starting Strong.

„Wir dürfen uns in Deutschland glücklich schätzen, dass die Erzieherinnen und Erzieher hierzulande eine hervorragende berufliche Qualifizierung haben und dass sie ihre Tätigkeit mit Überzeugung und motiviert ausüben“, so Beckmann. „Wenn aber die Menschen, die schon vor der Corona-Pandemie Enormes geleistet haben und in der jetzigen Lage nochmals mehr leisten – und dazu zählen KITA-Fachkräfte ohne jeden Zweifel – von der Politik im Stich gelassen werden, ist das nicht nur für diese Menschen, sondern auch für die Kinder und die Zukunft unserer Gesellschaft insgesamt fatal. Wir steuern auf eine Havarie zu, wenn die Unwucht zwischen Verantwortung und Anerkennung im frühkindlichen Bereich zunehmend unzufrieden und/oder krank macht und potenzielle Nachwuchskräfte abgeschreckt“, warnte der Bundesvorsitzende.

Der VBE fordert nachhaltige und flächendeckende Investitionen für eine deutlich bessere Personalausstattung, eingebettet in eine bundesweit abgestimmte Fachkräfteoffensive. Das impliziere eine angemessene, deutlich bessere Bezahlung. Die Ausbildungskapazitäten müssten zudem ausgeweitet werden.

 

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