Hessen

Gewalt im öffentlichen Dienst: Bediensteten fehlt Unterstützung

Der dbb Hessen hat am 23. Februar 2021 die zweite Studie zur Gewalt im öffentlichen Dienst von Professorin Britta Bannenberg vom Lehrstuhl für Kriminologie an der Uni Gießen vorgestellt.

Demnach bestätigen die neuen Ergebnisse alte Erkenntnisse: „Häufig erfahren Beschäftige, die Opfer von Bedrohungen, Beleidigungen oder gar körperlicher Gewalt geworden sind, keine Unterstützung durch ihre Vorgesetzten“, kommentierte der Vorsitzende des dbb Hessen, Heini Schmitt. „Schon auf den Dienststellen, in der Ausbildung oder in Trainings gibt es sehr viele Defizite. Und unter den Folgen dieser Defizite leiden die Beschäftigten.“

Die Aufarbeitung der wenigen angezeigten Fälle durch die Justiz sei viel zu inkonsequent. „Das zieht sich alles wie ein roter Faden durch die ganze Thematik“, sagte Schmitt. In der Folge würden Gewaltopfer sehr lange unter dem Einfluss ihrer traumatischen Erlebnisse stehen und über einen Berufswechsel nachdenken.

Schmitt sieht die Arbeit des dbb Hessen bestätigt, der seit mehreren Jahren das Thema Gewalt immer wieder aufgreift und mit wissenschaftlichen Studien Politik und Dienstherren zu mehr Aktivität bewegen will. „Viele unserer Forderungen und Lösungsansätze wurden in den Befragungen fast gleichlautend von den Betroffenen formuliert“, fasste Schmitt zusammen. Unter anderem wünschen sich viele einen besseren Schutz ihrer Privatsphäre – sei es im realen Leben oder im Internet.

 

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