Einkommensrunde 2012 für Bund und Kommunen:

Hennig: „Das ist kein Angebot, das ist eine Frechheit“

Die zweite Verhandlungsrunde über einen neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen endete am 13. März 2012 ohne Ergebnis. „Das von der Arbeitgeberseite unterbreitete Angebot erfüllt nicht ansatzweise unsere Forderung“, erklärte die Vorsitzende der dbb jugend, Sandra Hennig, die als Mitglied der Tarifkommission besonders die Interessen der jungen Beschäftigten vertritt.

Der Vorschlag der Arbeitgeber habe nur eine unzureichende prozentuale Gehaltssteigerung sowie eine Einmalzahlung vorgesehen. Letztere für die Auszubildenden in Höhe von 40 Euro. „Das ist kein Angebot, das ist eine Frechheit“, so Hennig weiter. „Wir brauchen eine substanzielle Verbesserung. Unsere Forderung lautet weiterhin: 6,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens jedoch 200 Euro mehr für die Beschäftigten beziehungsweise mindestens 100 Euro mehr für die Auszubildenden.“

Höhere Einkommen für die Auszubildenden seien nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit. „Die Arbeitgeber müssen verstehen: Höhere Einstiegsgehälter sind auch in ihrem Sinne, denn sonst werden sie bald noch viel größere Nachwuchssorgen bekommen, als sie ohnehin schon haben“, sagte die dbbj-Chefin. „Nach dieser ernüchternden Verhandlungsrunde werden die Beschäftigten ihren berechtigten Unmut mit Sicherheit auch öffentlich deutlich machen.“

 

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