53. dbb Jahrestagung in Köln:

Hennig fordert zügige Umsetzung der Maßnahmen

Bei der 53. dbb Jahrestagung vom 8. bis 10. Januar 2012 in Köln mischte auch die dbb jugend kräftig mit. Am Rande der Tagung suchten die Vorsitzende Sandra Hennig, ihre Stellvertreterin Liv Grolik sowie ihr Stellvertreter Michael Gadzalla das Gespräch mit politisch Verantwortlichen und den Vertretern von dbb-Mitgliedsgewerkschaften und –Landesbünden. Dominierendes Thema waren dabei gemäß dem Motto der Tagung „Demographischer Wandel – was ist zu tun?“ mögliche Maßnahmen, um die Folgen des demographischen Wandels zu meistern.

„Wir haben mehrfach betont, dass in den kommenden zehn Jahren fast 20 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in den Ruhestand treten. Dabei wird schon jetzt in vielen Bereichen nur noch der Mangel verwaltet“, sagte Hennig. „Beim Werben um Nachwuchs muss der öffentliche Dienst endlich nachziehen, wenn er im Wettbewerb mit der Privatwirtschaft nicht abgehängt werden will.“ Starres Festhalten an pauschalen Stellenkürzungen könne nicht die Lösung sein. Die dbb jugend fordere weiterhin höhere Anwärter- und Azubi-Bezüge sowie bessere Entwicklungsmöglichkeiten. „Zudem wird das Thema ‚Übernahme‘ bei uns auch zukünftig eine hohe Priorität behalten“, ergänzte Hennig. „Der eigentliche Skandal ist doch, dass der öffentliche Dienst in vielen Bereichen – wie etwa dem Justizvollzug – Spezialisten ausbildet, sie dann aber nicht übernimmt. Sinnloser geht es kaum.“

Die dbb jugend sei froh darüber, dass auch der dbb insgesamt den demographischen Wandel und damit die Belange der jungen Beschäftigten auf die Tagesordnung gesetzt habe. „Diese drängenden Fragen auf der Jahrestagung, vor den Augen und Ohren der Bundeskanzlerin und des Bundesinnenministers zu diskutieren, ist ein wichtiges Signal. Damit werden wir der Bedeutung der Nachwuchsgewinnung gerecht.“, so Hennig. „Mögliche Maßnahmen hat der dbb nun vorgestellt. Jetzt müssen sie zügig umgesetzt werden. Wir werden uns dafür einsetzen, dass nach Möglichkeit schon bei der anstehenden Einkommensrunde für Bund und Kommunen erste entsprechende Konsequenzen gezogen werden. Die Bezahlung des Nachwuchses muss eine Thema sein.“

 

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