Verband Bildung und Erziehung (VBE)

Holocaust-Gedenktag: Erinnerung und Einsatz für friedliches Zusammenleben verbinden

Der VBE hat zum „Internationalen Holocaust Gedenktag“ angeregt, Erinnerungskultur und aktiven Einsatz für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen miteinander zu verbinden.

„Das Beschwören des ‚Nie wieder‘ und das Verankern des Themas ‚Holocaust‘ in den Lehrplänen allein genügen anscheinend nicht, um die Ausbreitung des Krebsgeschwürs Antisemitismus zu verhindern“, sagte der VBE Bundesvorsitzende Udo Beckmann am 27. Januar 2020, dem „Internationalen Holocaust Gedenktag“, anlässlich einer Konferenz der Bildungsinternationale (BI) und einer Gedenkfeier im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz. Neben dem VBE waren BI-Mitgliedsgewerkschaften aus Israel, Polen und Deutschland (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) vertreten.

Beckmann betonte, dass für Eltern und Lehrkräfte laut Umfragen die Werteerziehung und eine Orientierung an den gesetzlich verankerten Bildungs- und Erziehungszielen in Schule sehr wichtig sind. „Gleichzeitig sehen sowohl Eltern als auch Lehrkräfte klare Defizite bei der Umsetzung“, so der VBE Chef. Gründe für ein Nicht-Erreichen einzelner Bildungs- und Erziehungsziele seien vor allem in einer unzureichenden Berücksichtigung im Lehrplan und zu wenig Zeit. „Das darf so nicht stehen bleiben. Politik ist in der Verantwortung, die jungen Menschen bei der Entwicklung einer reflektierten Wertehaltung zu fördern – zum Beispiel durch mehr Zeit für demokratische Prozesse in der Schule und umfassende- Möglichkeiten, Erinnerungsstätten wie Auschwitz zu besuchen.“

 

 

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