JA zu Europa – auch von Seniorinnen und Senioren

Am 25. Mai 2014 wählen die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland das neue Europäische Parlament. Die Frage, warum es auch für die ältere Generation wichtig ist, sich zu beteiligen, beantwortet der stellvertretende Vorsitzende der dbb bundesseniorenvertretung, Klaus-Dieter Schulze, in der Mai-Ausgabe des dbb Seniorenmagazins AiR Aktiv im Ruhestand.

Nachdem das Bundesverfassungsgericht die bisher in Deutschland geltende Fünf-Prozent-Klausel als verfassungswidrig verworfen habe, sehen viele Bürger die Gefahr, dass auch in Deutschland europakritische oder gar europafeindliche Parteien gewählt und in das Europäische Parlament einziehen könnten, attestierte Schulze. Die älteren Menschen bekennen sich aber in ihrer ganz überwiegenden Mehrheit zur Europäischen Union und jede Bürgerin und jeder Bürger solle sich an den Wahlen zum Europäischen Parlament beteiligen und mit dafür sorgen, dass die Europäische Union auch die zunehmenden seniorenpolitischen Aufgaben löse: „Eine Politik des aktiven Alterns werde immer dringender“, erläuterte Schulze. Zu den wichtigen Politikfeldern gehörten insbesondere der Abbau von Diskriminierungen auf Grund des Lebensalters, die Förderung eines gesunden Älterwerdens, die Unterstützung eines möglichst unabhängigen Lebens bis ins hohe Alter, die Förderung bürgerschaftlichen Engagements, die Gewährleistung finanzieller Sicherheit im Alter, die Unterstützung älterer Menschen in schwierigen Lebensphasen sowie die Förderung von Mobilität.

Zu begrüßen sei auch das Engagement der EU beim Abbau von Diskriminierungen auf Grund des Lebensalters. Es gebe aber weiterhin Bereiche, in denen Altersgrenzen und andere Formen der Diskriminierung eine voll-ständige Teilhabe der Älteren am sozialen und kulturellen Leben verhindere. Das gelte zum Beispiel für die Möglichkeit, auf Wunsch über das jeweilige gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus weiterarbeiten zu können. Der demografischen Entwicklung in Europa geschuldete Reformen in den Systemen der gesetzlichen Rentenversicherungen hätten zu erheblichen Einschnitten geführt und ließen die Gefahr von Altersarmut auch in Deutschland erkennen. Beim Ausbau privater Altersvorsorge sei genau darauf zu achten, dass diese ein vergleichbares Maß an Sicherheit biete wie staatliche Altersvorsorgesysteme.

 

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