Merkel über öffentlichen Dienst: „Der Bürger will, dass es klappt“

Bei der 53. dbb Jahrestagung in Köln hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am 9. Januar 2012 die Herausforderungen durch den demographischen Wandel - insbesondere für den öffentlichen Dienst - skizziert. „Wir werden weniger, vielfältiger und im Durchschnitt älter“, so Merkel. In dieser veränderten Lebenswelt würden sich auch „die Erwartungen der Bürger an und die Arbeit im öffentlichen Dienst massiv verändern“.

Der Bürger habe kein Interesse an unterschiedlichen Zuständigkeiten von Bund, Ländern und Kommunen und er wolle keine Brüche an den Schnittstellen. „Der Bürger will, dass es klappt.“ Der öffentliche Dienst verdiene Dank für seine erfolgreiche Arbeit, müsse sich aber auf Veränderungen einstellen, sagte Merkel weiter.

Die Bundesregierung arbeite derzeit an einer ressort-übergreifenden Strategie, um diesen Wandel zu gestalten. Dazu gehören laut Merkel die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mehr Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben im Alter, eine „Kultur des längeren Arbeitens“, solide Finanzen und eine Umstellung der öffentlichen Daseinsfürsorge.

Europa sei mit dem demographischen Wandel in einer besonderen Situation, die sich sehr von der in anderen Kontinenten unterscheide. „Wir müssen nun der Welt beweisen, dass Europa verlässlich ist“, sagte Merkel. Sie sei daher dankbar dafür, dass auch der dbb das Thema aufgegriffen habe. Sie versprach, dass die Gewerkschaften in die Beratungen über die skizzierte Strategie einbezogen würden. „Veränderungen schaffen wir nur, wenn wir einander vertrauen.“

 

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