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Mobilität: Bahnfahren ohne Digitalzwang ermöglichen

Ein Verbändebündnis fordert von der Deutschen Bahn einen analogen Zugang zu BahnCard und Sparpreisen.

Die dbb bundesseniorenvertretung fordert die Deutsche Bahn gemeinsam mit 28 Organisationen der Zivilgesellschaft auf, Menschen nicht von Mobilitätsangeboten auszuschließen, auch wenn sie nicht das Internet nutzen. In einem offenen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn Richard Lutz heißt es: „Gewährleisten Sie einen analogen Zugang zu BahnCard und Sparpreisen, der ohne Mehrkosten und barrierefrei von allen, auch von sogenannten Offlinern, genutzt werden kann.“

Die Verbände reagieren damit auf die Ankündigung der Deutschen Bahn, die BahnCard vom 9. Juni 2024 an ausschließlich in digitaler Form auszugeben. Die Deutsche Bahn bietet als Alternative einen Papierausdruck, der jedoch ebenfalls einen Online-Account oder eine E-Mail-Adresse voraussetzt. Bereits seit Oktober 2023 werden Sparpreis-Tickets nicht mehr als klassische Papierfahrkarten ohne E-Mail-Adresse oder Mobilnummer verkauft.

Um Mobilität für alle zu gewährleisten, so das Bündnis, müssen die Dienstleistungen und Angebote der Deutschen Bahn auch an barrierefreien Service-Schaltern angeboten werden und dies nicht nur in den Bahnhöfen der Großstädte. Über Änderungen bei den Dienstleistungen und Angeboten müsse es, anders als bei der angekündigten Digitalisierung der BahnCard, zudem frühzeitige, vollständige und verständliche Informationen für Verbraucherinnen und Verbraucher geben. Im Vorfeld der Entscheidungen seien Betroffenen- und Verkehrsverbände einzubeziehen und zu befragen.

Den vollständigen offenen Brief sowie die Liste der mitzeichnenden Organisationen gibt es unter www.dbb-senioren.de.

 

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