Hessen

Nach Angriff auf Gerichtsvollzieher: „Jetzt muss gehandelt werden“

Nur wenige Tage nachdem der dbb Hessen seine vielbeachtete Studie zur Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes vorgestellt hat (siehe dbb aktuell 06/2020), kam es erneut zu einem tragischen Vorfall.

Am Vormittag des 14. Februar 2020 waren ein Gerichtsvollzieher und zwei Möbelpacker beim Versuch, eine Wohnung zu räumen, ohne Vorwarnung von dem Schuldner beschossen und schwer verletzt worden. Der dbb Landesvorsitzende Heini Schmitt erklärte, er hoffe auf eine baldige und vollständige Genesung des Kollegen. Gleichzeitig sieht er dringenden Handlungsbedarf für die Politik: „Der tragische Angriff bestätigt auf schlimmste Weise unsere Auffassung. Es wird wirklich höchste Zeit, dass endlich wirksame Maßnahmen ergriffen werden, um Mitarbeiter im öffentlichen Dienst wirksam vor solchen und ähnlichen Angriffen zu schützen.“

Erst zwei Tagen vor der Attacke, am 12. Februar, hatte der dbb Hessen eine umfassende Studie zur Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst vorgestellt und ebensolche Probleme konkret benannt. Die Studie war in Zusammenarbeit mit Professorin Britta Bannenberg von der Uni Gießen entstanden. Besonders die Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollziehern, so ein Ergebnis der Studie, stellen eine besonders gefährdete Berufsgruppe dar. Aber auch Polizistinnen und Polizisten, Justizvollzugsbedienstete, Lehrende, Beschäftigte in Jobcentern und Arbeitsämtern gehören demnach zu den Risikogruppen. „Es muss endlich aufhören, dass sich Bedienstete des Staates beim Ausüben ihrer Arbeit in Lebensgefahr bringen“, fordert Schmitt.

 

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