• Klaus Dauderstädt beim VBOB Bundesvertretertag 2014

dbb Chef beim VBOB:

Nachwuchs sichern, Beamtenstatus schützen, Arbeitszeit gleichziehen

Um den beruflichen Nachwuchs für die Bundesverwaltung zu sichern, muss umgehend ein ganzes Bündel von Maßnahmen geschnürt werden. Das hat der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt auf dem Bundesvertretertag des VBOB (Verband der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden) am 23. Mai 2014 in Potsdam gefordert.

Angesichts von 700.000 Beschäftigten, die in den nächsten Jahren altersbedingt aus dem öffentlichen Dienst ausscheiden, müsse mehr für die Attraktivität der Arbeit in diesem Sektor getan werden. „Konkret brauchen wir bessere Ausbildungsentgelte und Anwärterbezüge, mehr Urlaub für die Jungen und Übernahme-Garantien, damit motivierte junge Menschen den Weg zu öffentlichen Arbeitgebern finden und wissen, dass sich die Arbeit im Dienste der Bürgerinnen und Bürger auch für sie selbst lohnt.“ Alternativen dazu sehe er nicht, so Dauderstädt, denn ein Aufgabenabbau in der Zukunft sei eher unwahrscheinlich.

Zudem müsse auch im Interesse der vorhandenen Beschäftigten die Bundesverwaltung „wettbewerbsfest“ gemacht werden. „Ein wichtiger Schritt ist, dass wir in diesem Jahr einen gelungenen Tarifabschluss erzielen konnten und die Übertragung des Ergebnisses auf die Beamten und Versorgungsempfänger des Bundes gesichert ist“, sagte Dauderstädt. „Aber bei der Arbeitszeit sollten die Beamtinnen und Beamten endlich mit den Beschäftigten im Bereich des TVöD gleichgestellt werden. Das ist einfach eine Frage der Gerechtigkeit.“

Der dbb werde weiter allen Versuchen entgegen treten, den Beamtenstatus zu beschneiden, versicherte Dauderstädt. „Das gilt für das Streikverbot ebenso wie für den Erhalt von Beihilfe und Beamtenversorgung. Sie sind unverzichtbar und dürfen nicht angetastet werden.“

Angesichts der jüngsten Pläne von Bundesinnenminister Thomas de Maizière, weitere Ministeriumsstellen aus Bonn nach Berlin zu verlagern, mahnte der dbb Bundesvorsitzende die Einhaltung des Berlin-Bonn-Gesetzes an. Im Übrigen sei die Verfahrensweise mehr als unglücklich, da die Beschäftigten sich bei der Entscheidung übergangen fühlten. Sie hatten von den Absichten aus den Medien erfahren.

 

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