• Öffentlicher Dienst demonstriert in Berlin-Mitte

Einkommensrunde 2016 für Bund und Kommunen:

Öffentlicher Dienst demonstriert in Berlin-Mitte

Die öffentlich Bediensteten von Bund und Kommunen haben am 20. April 2016 ihren Frust über das sogenannte Angebot der Arbeitgeber beim letzten Verhandlungstermin in das Herz der Hauptstadt getragen. Etwa 800 Beschäftigte, darunter viele Bundesbeamte, marschierten durch Berlin-Mitte zum Finanzministerium.

„Beamte dürfen zwar nicht streiken, aber ihre Stimme erheben dürfen sie sehr wohl. Nicht nur, um uns mit den angestellten Kolleginnen und Kollegen solidarisch zu zeigen. Sondern auch, um bereits jetzt klar zu machen: Die wirkungsgleiche Übertragung des Tarifabschlusses auf die Bundesbeamten ist nicht verhandelbar“, sagte der stellvertretende dbb Bundesvorsitzende und Fachvorstand Beamtenpolitik Hans-Ulrich Benra bei der Auftaktkundgebung.

Der Zweite Vorsitzende und Fachvorstand Tarifpolitik des dbb, Willi Russ, der für den dbb die Tarifverhandlungen führt, hatte bereits am Ende der letzten Verhandlungsrunde am 12. April die Arbeitgeberseite scharf für ihr „Scheinangebot“ kritisiert. Bei der Abschlusskundgebung vor dem Bundesfinanzministerium bekräftigte er: „Anfang des Jahres haben die Arbeitgeber, namentlich Bundesinnenminister Thomas de Maizière, noch gesagt, sie wollen auf die üblichen Rituale verzichten. Um dann die Beschäftigten mit ihrem ‚Angebot‘ vor den Kopf zu stoßen. Wir wollten diese Eskalation nicht. Aber es ist klar: Wer Streit will, der kann ihn haben. Wir werden uns wehren und solidarisch zusammenstehen, bis alle Beschäftigten endlich die Wertschätzung erfahren, die ihnen zusteht.“

 

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