dbb bundesseniorenvertretung

„Pflege-TÜV“: Realistischere Bewertung von Heimen ist überfällig

Mit dem neuen „Pflege-TÜV“ soll die Qualität von Pflegeheimen exakter bewertet werden. Der Vorsitzende der dbb bundesseniorenvertretung Horst Günther Klitzing hat in diesem Zusammenhang realistischere Bewertungskriterien als „überfällig“ begrüßt.

Zukünftig sollen Pflege und Versorgung der Heimbewohner (unter Zugrundelegung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs) im Zentrum der Bewertung stehen. Vorher war es möglich, dass Heime mit mangelnder Pflege aber guter Speisekarte Bestnoten erhielten. „Diese Bewertungen waren in keiner Weise als Entscheidungsgrundlage für eine Heimauswahl geeignet“, so Klitzing am 2. Oktober 2019. Beim neuen „Pflege-TÜV“ bleibe aber abzuwarten, „ob sich die erste positive Einschätzung der neuen Kriterien und des neuen Systems am Ende bestätigen. Angehörige, die einen Pflegeplatz oft unter Zeitdruck suchen müssen, brauchen übersichtliche Entscheidungsgrundlagen.“

Daher werde es notwendig sein, die unter Berücksichtigung der verschiedenen Kriterien voraussichtlich recht umfangreichen Prüfberichte zu vereinfachen. Sinnvoll sei außerdem, Einschätzungen von Angehörigen in die Bewertung einfließen zu lassen. Allerdings müssten Pflegebedürftige und deren Angehörige noch weit über ein Jahr warten, bevor die Bewertungen vorlägen und die Entscheidung für ein Pflegeheim auf das neue Bewertungssystem gestützt werden könnten.

 

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