PRO Klinik Service GmbH: Sondierungen erfolgreich - Tarifverhandlungen starten

Nach einem weiteren Sondierungsgespräch zwischen Vertretern der Geschäftsführung der Pro Klinik Service GmbH (PKS) Neuruppin, komba und dbb ist ein erster Erfolg zu verzeichnen. Die Vertreter der Arbeitgeberseite haben ihre absolute Verweigerungshaltung zur Aufnahme von Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der PKS aufgegeben und einer Aufnahme von Tarifverhandlungen zugestimmt.

komba und dbb suchen beharrlich eine Lösung am Verhandlungstisch

Nachdem wir bereits im Herbst 2017 die Geschäftsführung zu Verhandlungen aufgefordert haben, konnten wir in der gestrigen großen Sondierungsrunde unter Beisein der Tarifkommission einen kleinen Durchbruch verzeichnen. Die Tarifkommission der PKS zeigte sich mit dem Einlenken der Arbeitgeberseite zufrieden. Bis zum gestrigen Sondierungstermin gab es von den Arbeitgebern nur ein Signal: Keine Verhandlungen!

Courage und Entschlossenheit in der Belegschaft

Die Tarifkommissionsmitglieder berichteten im Vorfeld des gestrigen Sondierungsgesprächs von der Stimmung der Beschäftigten. Aus jedem Bereich war die Enttäuschung und Wut über die Position der Arbeitgeberseite spürbar. Auch die mehrfache Androhung der Arbeitgeber, Aufgabenbereiche der PKS künftig fremd zu vergeben statt bei der PKS zu halten, ließ die Beschäftigten unerschrocken an ihrer Forderung zur Aufnahme von Tarifverhandlungen festhalten.

Viele Beschäftigte der PKS sind schließlich langjährige Mitarbeiter bei den Ruppiner Kliniken und fühlen sich dem Unternehmen stark verbunden. Ihre Forderung nach einem Zeichen der Anerkennung ist also mehr als verständlich und wird nicht durch Drohungen aufgegeben.

Verhandlungsauftakt Anfang Juni 2018

Wir schätzen die Solidarität der Beschäftigten der PKS untereinander und auch deren Entschlossenheit, für ihre berechtigten Forderungen einzutreten. Dennoch stehen dbb und komba für eine Lösung am Verhandlungstisch. Wir spüren den Rückhalt und die Standhaftigkeit der Belegschaft, der uns für den ersten Verhandlungstermin Anfang Juni 2018 den Rücken stärkt. Dabei vergessen wir aber auch nicht, dass die bloße Zusage zu Verhandlungen noch keinen Erfolg bedeutet und die Verhandlungen schwierig werden.

Eines ist aber auch klar: Ergebnisloses Verschleppen statt zu verhandeln werden komba und dbb nicht mitmachen!

Hintergrund

In der PRO Klinik Service GmbH (PKS) gibt es keinen Tarifvertrag für die Beschäftigten. Neben Immobilienmanagement kümmern sich die Beschäftigten der PKS um die Verpflegung der Patienten, das Catering und weitere Servicebereiche wie Wachschutz, Wäscherei und Reinigung. Die Arbeitsbedingungen werden einzelvertraglich festgelegt und sind dementsprechend unterschiedlich ausgestaltet. Regelmäßige prozentuale Lohnerhöhungen, wie in Tarifverträgen üblich, sind unbekannt.
Der dbb führt für die komba nun erstmalig Verhandlungen für die Kolleginnen und Kollegen der PKS. Ziel ist ein zukunftsfähiges, transparentes Gehaltsniveau und einheitliche Arbeitsbedingungen. Dazu zählt neben einer angemessenen Vergütung die gebührende Würdigung von Schichtarbeit, Wechselschichtarbeit und Nachtarbeit. Die PKS ist ein Tochterunternehmen der PRO Klinik Holding GmbH, deren Alleingesellschafter der Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist.

 

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