• Eine Gruppe Menschen schwimmt in Neoprenanzügen in einem Fluss
    Bei Temperaturen am Gefrierpunkt macht die dbb jugend mit einer Badeaktion in der Elbe auf sich aufmerksam.

Einkommensrunde der Länder Protestaktion: dbb jugend springt in die Elbe

Die dritte Verhandlungsrunde steht bevor, die Länder blockieren - ein Anlass für aufsehenerregenden Protest.

„Wir sind heute in die Elbe gesprungen, weil junge Beschäftigte jeden Monat ins kalte Wasser geworfen werden, mit zu niedrigen Einkommen und unsicheren Perspektiven“, sagte Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der dbb jugend, am 10. Februar 2026 in Hamburg. „Das Wasser war kalt. Aber noch kälter ist die Realität der jungen Beschäftigten im öffentlichen Dienst!“

An der Aktion beteiligten sich zahlreiche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, um symbolisch gegen die gefühlte Kälte der Arbeitgebenden zu demonstrieren. Die Forderungen: Sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens jedoch 300 Euro für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Auszubildende, Studierende und Praktikant*innen sollen 200 Euro mehr erhalten, fordern die Gewerkschaften.

Fandrejewski betonte: „Der öffentliche Dienst hat ein massives Nachwuchsproblem. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen gehen in den Ruhestand. Und gleichzeitig kommen nicht genug junge Menschen nach“ - deshalb müssten die Länder alles dafür tun, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein. Das beinhaltet eine konkurrenzfähige Bezahlung, bestmögliche Arbeitsbedingungen und sichere Übernahmeperspektiven. „Lebensmittel werden teurer, Energie kostet mehr, Fahrkarten kosten mehr“, sagte der Vorsitzende der dbb jugend. „Und was bekommen junge Beschäftigte im öffentlichen Dienst? Ausbildungsvergütungen, die kaum zum Leben reichen! Das ist keine Nachwuchssicherung, sondern Abschreckung!“

Die Länder haben eine Vorbildfunktion, unterstrich Fandrejewski und stellte klar: „Wenn sie wollen, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen, dann müssen sie auch selbst Verantwortung übernehmen.“

 

 

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