Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR)

Ralf Neugschwender zum neuen Vorsitzenden gewählt

Auf ihrer Bundesvorstandssitzung am 13. November 2023 haben die Mitglieder des Bundesvorstandes des VDR den bisherigen Geschäftsführer Ralf Neugschwender zum neuen Vorsitzenden gewählt. Neugschwender folgt auf Jürgen Böhm, der im vergangenen Juli zum Bildungsstaatssekretär in Sachsen-Anhalt berufen wurde.

„Ob die Attraktivität des Arbeitsplatzes Schule, die Herausforderungen der Digitalisierung an Schulen oder der Lehrkräftemangel in nahezu allen Bundesländern und Schulformen: Die Stimme der Lehrkräfte ist dringend gefragt, wenn es um Verbesserungen und Lösungen im Bildungssystem geht“, so Neugschwender. Seine Wahl nehme er mit großem Respekt an und betrachte diese als Auftrag, die angesprochenen Themenkomplexe sichtbar zu machen und voranzubringen. „Es freut mich sehr, dass ich mich bundesweit für Bildung einsetzen darf.“

Der neue Bundesvorsitzende sicherte zu, den VDR inhaltlich und personell breiter aufzustellen. Die bereits angelaufene Kommission zur Neufassung der Verbandssatzung bilde dabei eine große Chance, die gemeinsamen Überzeugungen zu schärfen und zu vertiefen. „Mir ist es wichtig, gemeinsam mit allen Landesverbänden etwas zu bewegen. Gemeinsam werden wir uns weiterhin für ein leistungs- und begabungsorientiertes, differenziertes und vielfältiges Bildungswesen einsetzen und auf die Qualität unserer Bildung achten. Leistungskriterien dürfen nicht nivelliert werden.“ Zudem müsse man den Wert der beruflichen Bildung in den Mittelpunkt stellen. „Unsere bewährte duale Berufsausbildung ist ein echter Schatz in Deutschland und eröffnet jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten in Handwerk, Industrie und Verwaltung“, so Neugschwender. Daher sei ihm wichtig, den Dialog mit den entsprechenden Verbänden und Kammern weiter zu vertiefen.

Neugschwender hob auch die Verantwortung des Bundesverbandes hervor, wenn es um die Zukunft der Gesellschaft geht. „Demokratiebildung und ökonomische Bildung sind für Schülerinnen und Schüler vor dem Hintergrund von Verschwörungsmythen und Fake-News wichtiger denn je geworden“, betonte er. Angesichts des Krieges in Israel und des deutlich zunehmenden Antisemitismus, der auch an den Schulen ankomme, seien alle gefragt, Haltung zu zeigen und solidarisch mit Israel zu sein. „Unsere Lehrkräfte sind hierbei in besonderer Weise in der Verantwortung und müssen bei den politischen Entscheidungsträgern in den Bundesländern die volle Rückendeckung bei Gewalt und Hass im Klassenzimmer besitzen. Die Rahmenbedingungen und Programme zur Antisemitismusprävention sind daher auszubauen und weiter zu stärken“, so der neue VDR Bundesvorsitzende.

 

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