Bund Deutscher Forstleute (BDF)

Regenwasser soll besser in der Landschaft gehalten werden

Der BDF hat einen Plan vorgestellt, um mit Blick auf die Folgen des Klimawandels mehr Wasser in der Landschaft zu halten.

„Im Jahr 2025 hat der Gesetzgeber eine Aufgabenumkehr für alle Wasser- und Bodenverbände und sonstige mit der Entwässerung befassten Institutionen und Behörden beschlossen. Die Wasserrückhaltung bekam Vorrang vor der bislang reinen Entwässerung“, teilte der BDF mit. „Jetzt im Jahr 2030 ist es soweit: Während die letzten Landwirte noch die Ernte einfahren, werden vor allem im Flachland die vorhandenen Gräben und Fließgewässer durch neu angelegte Rückhaltesysteme angestaut. Das ab Oktober anfallende Regenwasser verbleibt – wie früher – in der Landschaft, lediglich bei Starkregenereignissen lassen die Stauwehre in den Gräben und Vorflutern das Wasser überlaufen. Erst im Frühjahr zur Bestellung der Felder, wird der Wasserstand kontrolliert wieder abgesenkt.“ Da Wälder als sogenannte „Oberlieger“ meistens oberhalb von landwirtschaftlich genutzten Flächen wachsen, werden diese stark vom dortigen Wasserregime beeinflusst.

Zu einem neuen Umgang mit dem Wasserhaushalt gehört nach Auffassung des BDF auch, dass für die Wassereinzugsgebiete aller Flüsse Wassermanagementpläne erstellt werden, die, beginnend bei den Wäldern in den Quellregionen, für Wasserspeicherung und -rückhaltung sorgen. „Auch für uns Försterinnen und Förster bleibt genug zu tun, um die Wasserhaltung im Wald zu verbessern und die Schwammwirkung der Waldböden weiter zu optimieren“, ist Ulrich Dohle, BDF-Bundesvorsitzender, überzeugt. „Dazu gehört ein stärkerer Schutz der Waldböden und die Entwicklung sowie der Umbau hin zu laubholzreichen Mischwäldern, der deutlich beschleunigt werden muss. Und wenn ein Wald für das Bergen von im Winter geschlagenem Nutzholz zu nass ist, dann muss es möglich sein, in Absprache mit dem Artenschutz, die Hölzer im trockenen Sommer zu bergen.“

 

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