Hessen

Religionsunterricht: Zusammenarbeit mit DITIB eingefroren

Das Hessische Kultusministerium hat die Zusammenarbeit mit dem Verband „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB)“ eingefroren. Der dbb Hessen teilte 20. Februar mit, die Zweifel daran, „ob DITIB noch auf dem Boden des Grundgesetzes steht“, würden dadurch bestärkt.

„Der dbb Hessen und die in ihm organisierten Lehrerverbände unterstützen das Kultusministerium dabei, einen islamischen Religionsunterricht in alleiniger Verantwortung des Staates zu erproben“, sagte dbb Landeschef Heini Schmitt. Er betonte, dass der Staat den muslimischen Schülerinnen und Schülern einen Religionsunterricht schulde, der frei vom Einfluss der türkischen oder irgendeiner anderen fremden Staatsregierung sei.

„Ganz offensichtlich hat DITIB die begründeten Zweifel aus vorliegenden Gutachten zur Verfassungstreue und Unabhängigkeit vom türkischen Staat nicht ausräumen und die seit Ende 2017 geforderten Nachweise nicht erbringen können. Daher betrachtet der dbb Hessen die Fristverlängerung des Hessischen Kultusministeriums an DITIB zur Klärung weiter offener Fragen als den Einstieg zum Ausstieg aus der laufenden Zusammenarbeit“, so Schmitt weiter. Diese Annahme werde auch dadurch gestützt, dass es derzeit kein Curriculum für den Islamischen Religionsunterricht (IRU) für die Sekundarstufe I gebe und die Arbeit daran seit einiger Zeit auf Eis liege.

 

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