Berlin und Brandenburg

Sicherheitskräfte an Flughäfen: Arbeitgeberangebot völlig unzureichend

In den Tarifverhandlungen für die Sicherheitskräfte an Flughäfen in Berlin und Brandenburg haben die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt. Der dbb hat dieses Angebot als unzureichend zurückgewiesen.

Nach der Vorstellung der Arbeitgeber sollen die Stundenentgelte zum 1. November 2016 um 1,8 Prozent und zum 1. Januar 2018 um weitere 1,8 Prozent steigen. Die Zulagen sollen weitgehend unverändert bleiben. Nur ein Supervisor soll 0,10 Euro mehr bekommen. Die Regelungen sollen eine Laufzeit von 27 Monaten haben.

Der dbb hat klargestellt, dass ein solcher Abschluss mit uns nicht zu machen ist! Er würde die besondere Belastungssituation in Tegel und Schönefeld, den großen Einsatz der Kolleginnen und Kollegen und die Entgeltentwicklung in den anderen Bundesländern in keiner Weise berücksichtigen!

Der dbb bleibt daher bei seinen Forderungen:

  • § 5:
    17,90 Euro ab 1. Oktober 2016
    19,15 Euro ab 1. Januar 2017
  • §§ 8, 9:
    14,45 Euro ab 1. Oktober 2016
    16,05 Euro ab 1. Januar 2017
  • PWK- und Frachtzulagen: 3 Euro
  • Neugestaltung und Erhöhung der Funktionszulagen
  • Laufzeit: 15 Monate

Die Verhandlungen werden am 8. September 2016 fortgesetzt. Dann erwarten wir von der Arbeitgeberseite Bewegung!

Hintergrund

Neben den in den einzelnen Bundesländern abgeschlossenen Entgelttarifverträgen für die Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen hat der dbb im Jahr 2013 mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) einen bundesweit geltenden Manteltarifvertrag abgeschlossen, in dem unter anderem Regelungen zu den Themen Arbeitszeit, Urlaub, Entgeltfortzahlung, Jahressonderzahlung und Prämienleistungen enthalten sind.

Nach Abschluss dieses Manteltarifvertrags war eine einheitliche Neuregelung des Entgeltrahmens – unter anderem der Zeitzuschläge – geplant. Verhandlungen zu diesem Thema wurden Ende des Jahres 2014 aufgenommen, sind aber derzeit unterbrochen. Der dbb setzt sich weiter dafür ein, dass diese Verhandlungen fortgesetzt werden, damit auch hier dringend notwendige Verbesserungen für die Kolleginnen und Kollegen erreicht werden können.

 

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