Deutscher Philologenverband (DPhV) Stolz übernimmt Präsidentschaft der Bildungsministerkonferenz

Der DPhV hat der bayerischen Staatsministerin für Unterricht und Kultus, Anna Stolz, zur Übernahme der Präsidentschaft der Bildungsministerkonferenz gratuliert – und klare Erwartungen formuliert.

Die DPhV-Bundesvorsitzende Susanne Lin-Klitzing sagte am 22. Januar 2026: „Wir wünschen ihr in ihrem Amt Durchsetzungskraft und Weitsicht für eine anspruchsvolle und zukunftsfähige Bildung in Deutschland. Wir freuen uns auf einen konstruktiven politischen Dialog mit Anna Stolz, die als verantwortungsbewusste Bildungspolitikerin den Beamtenstatus der Lehrkräfte stützt und chancengerechte Leistungssteigerung sowie Verlässlichkeit im Bildungswesen ebenso in den Blick nimmt, auch im Bereich des Digitalen. Wir haben hohe Erwartungen an sie.“

 

Der DPhV setzt sich dafür ein, dass der Beamtenstatus für Lehrkräfte in jedem Bundesland erhalten bleibt. Daher begrüßt der Verband, mit der neuen BMK-Präsidentin eine wichtige politische Streiterin für dieses Anliegen zu haben und erwartet angesichts der öffentlichen Diskussionen ihren entschlossenen Einsatz im Kreise der Bildungsminister und -ministerinnen. Lin-Klitzing: „Der Beamtenstatus für Lehrkräfte ist die Voraussetzung für die Gewährleistung der Schulpflicht in unserem grundgesetzlich gesicherten staatlichen Bildungssystem. Für die Stärkung unserer Demokratie erwarten wir auch, dass das Grundgesetz endlich verbindlich als konkreter Inhalt in die erste Phase der Lehrkräftebildung integriert wird.“ 

 

Des Weiteren erwartet der Verband die Unterstützung der BMK-Präsidentin bei den Vorhaben der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK), nämlich ihr klares Bekenntnis zur Steigerung des Leistungsniveaus der gymnasialen Oberstufe, um die Studierfähigkeit der Abiturientinnen und Abiturienten zu steigern. Leistung und Leistungsbewertung müssen wieder in ein angemessenes Verhältnis gesetzt werden, damit schulische Abschlüsse ihre fachliche Aussagekraft behalten.

 

Da es in der Amtsperiode von Anna Stolz insbesondere um „Hightech für Deutschlands Schülerinnen und Schüler“ gehen soll, bedarf es aus Sicht des DPhV für eine zukunftsfähige, klug digital unterstützte Bildung, die auch KI-Anwendungen integriert und bestehende Defizite in der digitalen Infrastruktur überwindet, des kontinuierlichen politischen Einsatzes für eine „Verdauerung“ des Digitalpakts. Aus Sicht des DPhV ist der Digitalpakt 2.0 zwar ein wichtiger Schritt, sein Umfang reicht jedoch nicht aus. Lin-Klitzing: „Immer nur Einzelpakete zu schnüren, ist nicht nachhaltig!“ Der Verband erwartet zudem hilfreiche und kluge Orientierungsregeln von der BMK zur Definition und zum Umgang mit Täuschungsversuchen von Schülerinnen und Schülern durch KI.

 

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