dbb jugend

Tag der Deutschen Einheit: Endlich gleichwertige Lebensverhältnisse herstellen

Zum Tag der Deutschen Einheit fordert die dbb jugend, die seit vielen Jahren versprochene Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West endlich in die Tat umzusetzen.

„Auch mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist Deutschland noch immer nicht komplett zusammengewachsen. Vor allem für diejenigen, die nach 1989 geboren sind und die Teilung gar nicht mehr kennengelernt haben, ist es unbegreiflich, warum die Einkommensverhältnisse, aber auch die tariflich festgelegten Arbeitszeiten, noch immer auseinanderklaffen. Die jungen Beschäftigten im Osten sind genauso gut ausgebildet wie ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen. Warum also sollten sie nicht auch die gleichen Arbeitsbedingungen vorfinden“, fragte dbb jugend Chefin Karoline Herrmann mit Blick auf den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2021.

Zwar hätten die Politiker*innen zum 30. Jubiläum der Wiedervereinigung große Reden von einheitlichen Lebensverhältnisse in ganz Deutschland geschwungen. Abgesehen von Interessensbekundungen sei davon ein Jahr später jedoch kaum etwas geblieben. „Die Corona-Pandemie hat uns alle ziemlich kalt erwischt. Dass dem Schutz der Menschen oberste Priorität eingeräumt werden musste, steht außer Frage und war zweifelsohne richtig. Doch jetzt müssen wir den Blick auch wieder nach vorn richten. Die strukturellen Probleme, die während der Pandemie liegen geblieben sind, müssen von den Verantwortlichen aufrichtig angepackt werden“, mahnte Herrmann.

Dazu gehöre neben einer Auszubildendenvergütung, die einen selbstständigen Start ins Berufsleben in allen Regionen ermöglicht, auch die Angleichung der Arbeitszeiten für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder. „Für Bund und Kommunen konnte bei der Einkommensrunde 2020 die Angleichung der Renten bis 2025 und einheitliche Wochenarbeitszeiten bereits vereinbart werden. Das war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu gleichwertigen Lebensverhältnissen. Jetzt müssen die Länder nachziehen, damit wir mit den Begriffen Ost und West auch in Deutschland künftig nur noch die Himmelsrichtungen verbinden“, so Herrmann.

 

 

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