Tarifbeschäftigte der Länder erhalten 2018 mehr Geld – dbb Chef führt kommende Verhandlungen

Der dbb und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sowie das Land Hessen haben sich in der Einkommensrunde 2017 auf zwei Entgelterhöhungen geeinigt. Der erste Schritt erfolgte im Bereich der TdL bereits zum 1. Januar 2017 und in Hessen zum 1. März 2017, jetzt folgt der zweite.

Mit der TdL war vereinbart worden, dass die Entgelte zum 1. Januar 2018 um 2,35 Prozent ansteigen. Die Auszubildenden erhalten von diesem Zeitpunkt an 35 Euro mehr. Außerdem wird ab Entgeltgruppe 9 für die Zeit ab 1. Januar 2018 die Entwicklungsstufe 6 eingeführt, ein zweiter Erhöhungsschritt folgt hier zum 1. Oktober 2018.

Die Tarifbeschäftigten des Landes Hessen erhalten ab dem 1. Februar 2018 eine Erhöhung um 2,2 Prozent. Wie bei der TdL bekommen die Auszubildenden 35 Euro mehr und auch Hessen führt ab der Entgeltgruppe 9 die Stufe 6 ein. Darüber hinaus war eine so genannte Freifahrtregelung vereinbart worden, die ab dem 1. Januar 2018 in Kraft tritt. Sie beinhaltet die freie Nutzung des Nah- und Regionalverkehrs. Das gilt auch für die gängigen Mitnahmeregelungen im Rahmen der geltenden Tarifbestimmung der Verkehrsverbünde.

Die im Februar 2017 anstehenden Tarifverhandlungen mit Bund und Kommunen wird der dbb Bundesvorsitzende führen. Bisher hat dies der dbb Fachvorstand Tarifpolitik übernommen. Im Interview mit dem dbb magazin (dbb.de) erklärten dbb Chef Silberbach und der Fachvorstand Tarifpolitik Volker Geyer nun: „Wir bündeln die Kräfte und erhöhen die Geschlossenheit.“

Ziel sei es, auch mit Blick auf die Verschmelzung von dbb und tarifunion vor fünf Jahren, die Einkommensrunde mehr als bisher ganzheitlich zu gestalten. Außerdem hätten sich die Rahmenbedingungen geändert. „Eine Einkommensrunde beginnt nicht mit der Auftaktverhandlung und sie endet nicht mit den Abschlussstatements in Potsdam. Mit der Politik, den Medien und natürlich auch den eigenen Mitgliedern müssen wir mehr kommunizieren als in früherer Zeit“, erklärte Silberbach. Dafür werde mehr Mobilisierungsmacht und mehr Kampagnenfähigkeit gebraucht. „Ich denke, die Stichworte Zwangstarifeinheit, Flucht aus dem Flächentarifvertrag oder Schuldenbremse reichen, um das Umfeld zu beschreiben, in dem wir versuchen müssen, Tarifpolitik zu gestalten und nicht nur zu verwalten“, führte Geyer aus.

 

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