Tarifeinigung mit der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main

Am 24. Mai 2011 ist eine Einigung zwischen der dbb tarifunion und der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main erzielt worden. Mit diesem Abschluss wurde der Anschluss an die Tarifentwicklung im Bereich des Landes Hessen erreicht.

Die dbb tarifunion hatte im März 2010 das neue Tarifrecht für die rund 4.000 Beschäftigten der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main unterzeichnet. Die Verhandlungen waren notwendig geworden, weil die Stiftungsuniversität seit ihrer Umwandlung nicht mehr dem Land Hessen untersteht und damit die Beschäftigten der Universität nicht mehr als Landesbedienstete anzusehen sind. Für die Landesverwaltung konnte im April 2011 ein Abschluss zum TV-Hessen vereinbart werden. Damit ist es der dbb tarifunion gelungen, eine Abkopplung der Tarifentwicklung der Beschäftigten der rechtlich selbstständigen Stiftungsuniversität im Verhältnis zur Landesverwaltung zu verhindern.

Mithin gilt für die Beschäftigten der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Wesentlichen das gleiche Tarifrecht wie im Bereich der hessischen Landesverwaltung. Die Einigung sieht unter anderem vor, dass die Beschäftigten im Jahr 2011 eine Einmalzahlung von 360 Euro und ab dem 1. April 2011 eine lineare Einkommenssteigerung von 1,5 Prozent erhalten. Im Jahr 2012 steigt das Einkommen mit Wirkung zum 1. März um weitere 2,6 Prozent. Die Ausbildungsentgelte steigen ab April 2011 ebenfalls um 1,5 Prozent und im März 2012 um weitere 2,6 Prozent. Die Einmalzahlung im Jahre 2011 für die Auszubildenden beträgt 120 Euro. Für diesen Personenkreis wird es zudem künftig eine gestaffelte Regelung zur Übernahme nach erfolgreichem Bestehen der Abschlussprüfung geben. Wer seine Ausbildung mit der Note „gut“ abschließt, hat höhere Chancen auf einen Arbeitsplatz. Zudem erhalten sie eine ebenfalls nach der Abschlussnote gestaffelte Prämie zwischen 300 Euro und 500 Euro. Die Laufzeit der Gesamteinigung beträgt 24 Monate.

 

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