VRFF – Die Mediengewerkschaft

Tarifverhandlungen mit der Deutschen Welle gescheitert

Die Gewerkschaften haben die Vergütungs-Tarifverhandlungen mit der Deutschen Welle (DW) am 17. August 2020 für gescheitert erklärt. Die DW war nicht bereit, von ihrem inakzeptablen Angebot von 1 Prozent festgeschriebener Erhöhung pro Jahr abzuweichen. Eine darüber hinaus angebotene Erhöhung nur nach Kassenlage konnte die Tarifgemeinschaft von DJV, ver.di und VRFF nicht akzeptieren.

Die DW begründete das magere Angebot mit zusätzlichen Kosten, die die Pandemie verursacht habe. Die Gewerkschaften bewerten das angesichts des fortlaufenden Engagements aller Beschäftigten gerade in dieser Krise als einen Schlag ins Gesicht der Kolleginnen und Kollegen.

Zudem begehe die DW damit einen Wortbruch gegenüber den ersten Ergebnissen vom Februar. Damals hatten sich DW und Gewerkschaften auf Eckpunkte verständigt, die für 2020 Tariferhöhungen von 1,8 Prozent vorsahen und für die darauffolgenden Jahre 2,1 und 2,3 Prozent. Mit dem vorliegenden Angebot werden die damals akzeptierten Eckpunkte zur Makulatur. Außerdem läge die DW mit dieser Erhöhung weit unter dem Abschluss des Öffentlichen Dienstes und der ARD.

Die VRFF-Die Mediengewerkschaft bedauert diesen Wortbruch und fordert eine angemessene Erhöhung, die die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der DW im Vergleich zu anderen Rundfunkanstalten nicht schlechter stellt.

 

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