Qualitätsentwicklungsgesetz

Umfangreiche Anstrengungen für bessere Kitas notwendig

Der dbb hat gemeinsam mit einem zivilgesellschaftlichen Bündnis einen Aufruf für qualitativ hochwertige Bildung, Erziehung und Betreuung gestartet.

„Wir begrüßen die geplante Einführung eines Qualitätsentwicklungsgesetzes. Denn die qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung sind von zentraler Bedeutung für eine erfolgreiche Bildungsbiografie und die gesellschaftliche Teilhabe unseres Nachwuchses“, sagte der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach am 14. November 2023. „Um die Qualität in diesem Bereich nachhaltig zu verbessern, braucht es allen voran verbindliche, bundesweite und wissenschaftlich begründete Qualitätsstandards im achten Sozialgesetzbuch, umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der besorgniserregenden Personalsituation in den Kitas und ein bedarfsgerechtes Angebot“, erklärte Silberbach.

Im Aufruf des Bündnisses werden unter anderem ein wissenschaftlich begründeter Fachkraft-Kind-Schlüssel, eine Attraktivitätssteigerung des Berufsbilds der Erzieherin/ Erzieher, eine massive Verstärkung der Fachkräftegewinnung- und -bindung sowie eine dauerhafte und ausreichende Finanzierung des Gesetzes gefordert. Silberbach: „Angesichts klammer Kassen und anstehender Haushaltsdebatten muss der Politik klar sein, dass die Umsetzung des Qualitätsentwicklungsgesetzes nur dann gelingen kann, wenn ausreichend Mittel bereitgestellt werden. Das sind wir unserem Nachwuchs schuldig!“

Hintergrund:
Die Regierung möchte das Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung (Gute-Kita-Gesetz) bis zum Ende der Legislaturperiode in ein Qualitätsentwicklungsgesetz mit bundesweiten Standards überführen. Vor diesen Hintergrund hat sich in breites Bündnis auf Initiative der BEVKi - Bundeselternvertretung für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege gebildet, um die zentralen Forderungen voranzubringen.

 

zurück
Einkommenstabellen

Einkommenstabellen

Top-News vom dbb

Initiative kulturelle Integration

Silberbach: „Interkulturalität ist eine Stärke“

Qualitätsentwicklungsgesetz

Kinderbetreuung: Investitionen statt Spardiktat